Deutscher Gewerkschaftsbund

15.03.2018

NEIN zu Atomwaffen

Das Kölner Friedensforum und verschiedene Einzelpersonen sammeln Unterschriften, damit die in Deutschland stationierten Atomwaffen abgezogen werden und die Bundesregierung endlich den Prozess der Vereinten Nationen zur Ächtung von Atomwaffen unterstützt. Den Text gibt es hier: http://koelnerfriedensforum.org/wp-content/mediathek/2017/09/Bürgerantrag-gegen-Atomwaffen.pdf

Ich habe unterschrieben, weil ich das Ziel ohne Einschränkungen teile.

Der Einsatz für Frieden und Entspannungspolitik gehört zur „DNA“ der deutschen Gewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Aufruf zu den Maikundgebungen 1962 hieß es unter anderem: „Nur wenn es gelingt, die Atomwaffen in der ganzen Welt zu ächten und zu vernichten, und nur, wenn eine allgemeine Abrüstung herbeigeführt wird, kann die Gefahr der völkervernichtenden Katastrophe abgewendet und der Frieden der Welt gesichert werden.“ Diese Position ist bis heute gültig. Denn: Bisher hatten wir einfach nur Glück ... Glück, dass es keine technischen Fehlfunktionen gab ... Glück, dass es keine falsche Lageeinschätzungen gab, die zu einem Einsatz von Atomwaffen führten ... Glück, dass niemand auf den „roten Knopf“ gedrückt hat. Glück ist aber nicht dauerhaft. Deswegen forderte der DGB anlässlich der UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag 2015 erneut ein internationales Verbot von Nuklearwaffen. Ein Abzug der in Büchel stationierten Atomwaffen und ein Beitritt zu dem im letzten Jahr beschlossenen Vertrag der Vereinten Nationen zur Abschaffung und Ächtung von Atomwaffen sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem internationalen Verbot.

NACHTRAG:

Der Kölner Rat hat sich zwischenzeitlich mehrheitlich der Resolution angeschlossen und sie mit einigen redaktionellen Änderungen beschlossen. Damit sind die stationierten Atomwaffen zwar immer noch in Deutschland. Wenn aber immer mehr Stadträte dem Beispiel folgen, gelingt es vielleicht, ein politisches Klima zu erzeugen, das stärker auf zivile Konfliktlösungsstrategien setzt.


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Jörg Mährle

Jörg Mährle

Jörg Mährle

 

Jörg Mährle arbeitet seit 2000 beim DGB in verschiedenen Funktionen. Seit 12/2017 ist er Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn. Vorher hat er erfolgreich eine kaufmännische Ausbildung in einem Handwerksbetrieb sowie ein Magisterstudium (Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Geografie) abgeschlossen. Er wurde 1966 in Kiel geboren.


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