Deutscher Gewerkschaftsbund

PM ver.di KBL - 01.10.2018

Flughafen Köln/Bonn: Tarifflucht geplant

Protest der Beschäftigten für gute Arbeitsbedingungen

Die nachhaltige Kritik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di an den Arbeits- und Gesundheitsbedingungen und viele Aktionen im gesamten Bundesgebiet tragen Früchte: Die Flughafenbetreiber zeigen Bereitschaft, einen bundesweiten Branchentarifvertrag für die Bodenverkehrsdienste (BVD) zu verhandeln und damit den Preiskampf der Fluggesellschaften auf dem Rücken der Beschäftigten zu beenden.

„Was entgegen diesem Trend am Flughafen Köln/Bonn (FKB) stattfindet, ist ein Skandal. Ein im Abflug begriffener Noch-Geschäftsführer und ein für Privatisierungen geholter Aufsichtsratsvorsitzender betreiben Tarifflucht und wollen die BVD des FKB in eine tariflose Tochtergesellschaft ausgliedern. Preiskampf zu Lasten der Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen ist nicht hinnehmbar. Wir fordern die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, auf, den Beschluss des Rates zum Erhalt des FKB in seiner jetzigen Struktur gegen die Herren Titonis und Merz durchzusetzen“, fordert Frauke Bendokat, Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Verkehr, ein erneutes Bekenntnis der Gesellschafter zum Erhalt des FKB. Am 9. und 10.Oktober 2018 soll sich der Aufsichtsrat in einer Klausur mit den Zukunftsplänen für den BVD beschäftigen.

Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen, fügt hinzu: „Das Management sucht den Weg zum Profit auf dem Rücken der Beschäftigten und zu deren Lasten. Das ist schändlich. Für dubiose Rabatte für Airlines stehen Millionen zur Verfügung, die keinen Gewinn bringen, aber der Arbeiter am Gepäckband soll durch Tarifflucht um seine Existenz und sein Einkommen bangen müssen? Einer solchen Politik müssen sich alle Gesellschafter entgegenstellen. Ich erwarte von Herrn Vaneste jetzt ein Machtwort in der Sache und die Rückkehr des FKB an den Verhandlungstisch.“

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages am 2. Oktober 2018 der international an 40 Flughäfen in 13 Ländern stattfindet, protestieren die Beschäftigten in den BVD gegen schlechte Arbeitsbedingungen und für Gesundheitsschutz. in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr nehmen im Terminal 1, Abflugebene vor der Sicherheitskontrolle, Beschäftigte der BVD dem Aktionstag teil. Dem Protest schließen sich aller Voraussicht nach viele Beschäftigte der BVD-Unternehmen AHS, CAS, WISAG, WISAG/Losch und der Flughafen Köln/Bonn GmbH an.

Quelle und V.i.S.d.P: ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen


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