Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 052/17 - 08.12.2017

DGB Region Köln-Bonn: Wechsel bei Geschäftsführung

DGB NRW Delegiertenkonferenz bestätigt Vorschlag der Köln-Bonner Gewerkschaften
Jörg Mährle mit 97,87 Prozent von Landesdelegiertenkonferenz gewählt

Mit 97,87 Prozent der Stimmen wurde Jörg Mährle am heutigen Freitag auf der Delegiertenkonferenz des DGB NRW zum neuen Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn gewählt. Die Delegiertenkonferenz folgte damit dem Vorschlag der Gewerkschaften aus der Region. Er übernimmt die Funktion von Andreas Kossiski, der nach über acht Jahren nicht mehr für das Amt kandidierte.

Jörg Mährle wurde 1966 in Kiel geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in einem Handwerksbetrieb und anschließendem Zivildienst in einem Krankenhaus studierte er in Bonn Politikwissenschaften, Geographie und Erziehungswissenschaften. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er beim DGB in Köln: zuerst als Jugendbildungsreferent, danach als Gewerkschaftssekretär und in den letzten Jahren als Stellvertreter des Regionsgeschäftsführers. Jörg Mährle ist Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der SPD. Er ist verheiratet und lebt seit über 20 Jahren in Bonn.

Einen besonderen Schwerpunkt sieht er in der Überwindung der zunehmenden sozialen Spaltung. „Wenn in einem reichen Land wie Deutschland mittlerweile 20% der Kinder in Armut leben, 22% der Beschäftigten nur Niedriglöhne erhalten, immer mehr Menschen in Altersarmut landen und gleichzeitig die Gewinne aus Kapital unaufhörlich steigen, läuft etwas grundlegend falsch,“ so Jörg Mährle: „Diese unsoziale Entwicklung ist eine Gefahr für die Demokratie und stärkt den nationalistischen rechten Rand.“

Aufgabe der Politik sei es, die Lebensbedingungen aller Menschen zu verbessern. Hier bestehe noch viel Luft nach oben. Die Aufgabe der Gewerkschaften sieht er darin, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen und mit klaren Worten einen politischen Kurswechsel einzufordern. „Mit unserem Rentenkonzept, unseren Vorschlägen für Arbeitsmarktreformen oder unseren  Grundsätzen für eine Steuerreformen liegen Blaupausen auf dem Tisch,“ so Jörg Mährle: „Wir brauchen keine weitere neoliberale Entfesselung der Wirtschaft sondern wirksamere soziale Leitplanken. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns war ein erster wichtiger Schritt. Weitere müssen folgen, beispielsweise die Ausweitung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen in den Branchen, in denen Arbeitgeber massenhaft Tarifflucht begehen.“


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16.03.2005
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