Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 058/16 - 19.12.2016

Drei Frauen an der Spitze - DGB-Jugend Köln wählt neuen Vorstand

Auf der Jahresklausur der DGB-Jugend Köln wählte die Gewerkschaftsjugend einen neuen Vorstand. Den neuen Vorsitz der DGB-Jugend Köln bilden nun Leonie Koch (Vorsitzende, IG BCE-Jugend), Nicole Witek (Stellvertreterin, ver.di-Jugend) und die bisherige Vorsitzende, Antonia Rabente (Stellvertreterin, ver.di-Jugend). Die DGB-Jugend vertritt die Interessen der Auszubildenden, Studierenden und jungen Erwerbstätigen in Köln, diese große Vielfalt bildet sich im Stadtjugendausschuss ab.

„Für unsere Arbeit vor Ort ist dies von besonderer Bedeutung und ich freue mich ganz besonders, dass wir mit Leonie Koch eine erfahrene Gewerkschafterin für den Vorsitz gewinnen konnten“, betonte Omer Semmo, Jugendbildungsreferent in der DGB-Region Köln-Bonn. Aufgabe des DGB-Stadtjugendausschusses ist es, die Arbeit der acht in Köln vertretenen Gewerkschaftsjugenden zu koordinieren, um mit einer gemeinsamen Stimme die Interessen der lernenden und arbeitenden Jugend nach außen zu vertreten.

Im neuen Jahr stehen einige Herausforderungen an, welche die DGB-Jugend Köln nun frohen Mutes angehen kann. Im Zuge des aufkeimenden Rechtspopulismus in Deutschland und Europa, möchte die Gewerkschaftsjugend verstärkt Aufklärungsarbeit gegen solche Tendenzen in der Gesellschaft leisten. „Respekt, Solidarität und soziale Gerechtigkeit – diese Werte sind für uns als Gewerkschaft zeitlos und unverhandelbar. Mit ihrer menschenverachtenden und neoliberalen Vorstellungen tritt die sogenannte Alternative für Deutschland genau diese Werte mit Füßen“, betont Koch.

Ein weiterer Schwerpunkt der DGB-Jugend Köln liegt in der Verbesserung der Ausbildungsqualität. Unter dem Motto „Ausbildung besser machen“, setzt sich die DGB-Gewerkschaftsjugend bundesweit für eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ein. „Das BBiG bildet dabei die Grundlage für unsere tägliche Arbeit und regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der dualen Ausbildung in den einzelnen Betrieben“, so Koch. „ Zwar wird die duale Ausbildung in Europa von der Bundesregierung als wirksames Instrument zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit gefeiert und in viele Länder exportiert, hierzulande ist sie jedoch immer wieder Angriffen von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden ausgesetzt! Deshalb drängen wir als Gewerkschaftsjugend auf eine längst überfällige Novellierung des BBiG, um so stetig die Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Azubis vor Ort zu verbessern“, so Koch weiter.

Nach fünf Jahren intensiver Zusammenarbeit verabschiedete das höchste Gremium der Gewerkschaftsjugend in Köln zudem ihren bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Keime (IG Metall Jugend). „Ich blicke auf eine interessante Zeit zurück. Besonders freue ich mich, dass wir mit unseren Aktivitäten stets ein eindrucksvolles Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt in unserer Stadt gesetzt haben - sei es bei zahlreichen Demos gegen Rechtsextremismus oder mit unserer Fußgruppe beim alljährlichen Christopher Street Day. Weiterhin war unsere Arbeit davon geprägt, uns für mehr und qualifiziertere Ausbildungsplätze einzusetzen. Ich wünsche meinen Nachfolgerinnen eine glückliche Hand bei der Fortsetzung dieser wichtigen Arbeit für die Interessen junger Auszubildenden“, so Keime.

Ansprechpartner:
Omer Semmo, DGB Köln-Bonn, 01706117989

Andreas Kossiski
Geschäftsführer DGB-Region Köln-Bonn

Kontakt:
DGB Köln-Bonn, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, 0221/ 500032-0, koeln@dgb.de


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16.03.2005
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