Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 006/17 - 03.03.2017
Internationaler Frauentag 2017

Gleichstellung in Zeiten der Digitalisierung

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine zentrale Herausforderung, um das Leben in unserem Land zukunftsfähig und gerecht zu gestalten. Frauen und Männer müssen auf dem gesamten Lebensweg die gleichen Chancen erhalten – persönlich, beruflich und familiär. Über die Jahre hat sich viel verändert. Allerdings sind Frauen immer noch am Arbeitsmarkt benachteiligt und in der Politik oder in betrieblichen Spitzenfunktionen unterrepräsentiert.

Der DGB fordert anlässlich des Internationalen Frauentags, bei der Diskussion über ‚Arbeit 4.0‘ – also bei der fortschreitenden Digitalisierung von Arbeit - besonders die Situation von Frauen in den Blick zu nehmen. „Heute sind nahezu alle Berufe von Digitalisierungsprozessen betroffen. Ein Großteil der weiblichen Beschäftigten arbeitet mit digitalen Technologien. Wir müssen den digitalen Wandel nutzen, um Frauen neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu bieten“, erklärt Andreas Kossiski, Geschäftsführer des DGB in der Region Köln-Bonn. „Der Umgang mit digitalen Technologien gehört damit zum Arbeitsalltag von Frauen. Damit sie den digitalen Wandel für sich nutzen und auf eine gute berufliche Perspektive bauen können, brauchen wir mehr und bessere Weiterbildungsangebote – gerade für Frauen. Weil sie oft in Teilzeit arbeiten oder weil eine Kinderbetreuung fehlt, nehmen Frauen seltener an Weiterbildungsprogrammen teil als ihre männlichen Kollegen. Das muss sich ändern!“, fordert Andreas Kossiski.

Gleichzeitig bieten nach Auffassung des DGB neue Formen des Arbeitens, wie Home-Office und mobiles Arbeiten, Beschäftigten die Chance, das Arbeitsleben besser an private Bedarfe anzupassen. Davon können insbesondere Beschäftigte mit Familien profitieren. „Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Privatem und Berufsleben nicht weiter verwischen. Gute Arbeit 4.0 heißt, dass die Beschäftigten mitentscheiden, wenn zum Beispiel die Betreuung von Kindern flexible Arbeitszeiten erfordert“, findet Andreas Kossiski.

„Eine klare Absage erteilen wir jenen, die zurück wollen zum traditionellen Familienbild mit der Aufgabenteilung: Frau am Herd, Mann in der Arbeitswelt“, erklärt Andreas Kossiski. „Wir werden auch weiterhin für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kämpfen! Deswegen finden in diesem Jahr wieder anlässlich des Internationalen Frauentages verschiedene Veranstaltungen in Köln, Bonn und Bergisch Gladbach statt.“

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16.03.2005
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