Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 041/17 - 28.09.2017

Gewerkschaften in Bonn und Rhein-Sieg unterstützen Initiative „#NO2PERCENT – Frieden geht anders“

„Ist das 2-Prozent-Ziel der NATO-Mitgliedsstaaten sinnvoll? Schaffen mehr Waffen gleichzeitig mehr Sicherheit? Wir sagen: Nein!“, erklärt Bernd Weede, Vorsitzender des DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg. Die Petition „#NO2PERCENT – Frieden geht anders!“, die in Köln gestartet wurde, bekommt nun Unterstützung von den Gewerkschaften aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

Der Verteidigungshaushalt ist aktuell der zweitgrößte Haushaltstitel des Bundes. In 2016 hat der Bund 11,24% seiner Mittel für Verteidigung und Rüstung ausgegeben. „Eine Verknüpfung der Verteidigungsausgaben an das Bruttoinlandsprodukt ist unsinnig. Verteidigungsausgaben sind kein Selbstzweck“, konstatiert Weede und erklärt, „Wir erwarten auch von den frisch gewählten Abgeordneten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, dass sie eine 2% Verpflichtung für den Verteidigungshaushalt im Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung ablehnen.“

Weede appelliert an die Menschen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis: „Unterschreiben Sie für den Frieden!“
Der Gewerkschafter ist überzeugt: „Konflikte lassen sich nicht mit Waffengewalt lösen. Wir brauchen verstärkt zivile Strategien zur Friedenssicherung, die an den Ursachen von Kriegen und Konflikten ansetzen. Hierzu gehören vor allem ein fairer Welthandel, eine gerechtere Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte.“

Die Petition „#NO2PERCENT – Frieden geht anders!“ kann noch bis Ende Oktober unterzeichnet werden. Die Petition wird unter anderem von Günther Wallraff, Caroline Kebekus, Stephan Brings, Wilfried Schmickler, Jürgen Becker, Biggi Wanninger und Franz Meurer unterstützt.

Ausführliche Informationen unter www.Koeln-Bonn.DGB.de/no2percent
Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/no2percent-frieden-geht-anders


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16.03.2005
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