Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 024/18 - 25.04.2018
Tag der Arbeit in Siegburg

DGB-Kundgebung mit Wilfried Schmickler

„Arbeiten rund um die Uhr und auch am Wochenende sowie das Aufweichen der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben drohen der neue Standard zu werden. Die Beschäftigten wünschen sich gute Arbeit und Arbeitszeiten, die planbar sind und die sie selbst stärker beeinflussen können“, erklärt Michael Korsmeier, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg und konstatiert: „Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie steht für eine Zeitenwende. Bisher gab es Flexibilität bei den Arbeitszeiten vor allem zugunsten der Arbeitgeber. Der Tarifabschluss gibt nun auch den Beschäftigten mehr Flexibilität und mehr Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten. Sie haben erstmals einen Rechtsanspruch, selbst zu wählen und kürzer zu arbeiten, für sich selbst, für ihre Gesundheit, für ihre Familien. Ein wichtiger Meilenstein! Am Tag der Arbeit 2018 in Siegburg treten wir dafür ein, dass die Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten, auch in anderen Branchen, erhört werden. Es ist Zeit für einen Wandel.“
Korsmeier wird die Mairede vor dem Gewerkschaftshaus in der Kaiserstraße halten: „Wir haben klare Forderungen die wir am 1. Mai formulieren; dazu gehört: Finger weg vom Arbeitszeitgesetz! Was wir stattdessen brauchen, ist mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung.“

„Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“ lautet das Motto zum 1. Mai 2018 des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Judith Gövert, zuständige Gewerkschaftssekretärin des DGB Köln-Bonn, ergänzt den Forderungskatalog: „Wir kämpfen gegen die Tarifflucht. Arbeitgeber, die aus der Tarifbindung flüchten, verweigern gerechte Löhne. Tarifverträge müssen künftig leichter für allgemeinverbindlich erklärt werden.
Und wir sagen: Reiche müssen mehr tragen als Arme. Vermögende, aber auch Konzerne, werden zu sehr verschont. Wir brauchen eine Steuerreform, die für mehr Verteilungsgerechtigkeit sorgt und gleichzeitig ein zusätzliches Aufkommen für wichtige Zukunftsinvestitionen generiert. Deshalb muss bei der Besteuerung von Vermögen angesetzt werden. Steuerpolitisch war die letzte Wahlperiode geprägt durch Stillstand. Die DGB-Gewerkschaften fordern endlich eine gerechte Besteuerung.“

Korsmeier ergänzt: „Wir haben viele gesellschaftliche Probleme, die es zu lösen gilt. Die Koalition hat Vorhaben bei der Pflege, bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, bei der sachgrundlosen Befristung, bei dem Rückkehrrecht auf Vollzeit und bei den Investitionen in Bildung, Wohnungen und Infrastruktur. Diese gilt es jetzt zügig umzusetzen. Darüber hinaus muss aber auch noch einiges passieren!“

Weitere wichtige Forderungen der DGB-Gewerkschaften sind die Abschaffung von Niedriglöhnen, Mini- und Midijobs; mehr Personal im öffentlichen Dienst, um Überstunden und Überlastung der Beschäftigten einzudämmen; sowie die Stärkung eines sozialen und solidarischen Europas.

Die Siegburger Kundgebung beginnt um 11 Uhr mit einer Begrüßung durch Judith Gövert vor dem Gewerkschaftshaus auf der Kaiserstraße. Nach der Mairede von Michael Korsmeier gibt es politisches Kabarett mit Wilfried Schmickler. Das Familienfest wird musikalisch begleitet von der Band „Hingerhoff“. Die Kleinen erwartet ein Kinderkarussell, sowie Clown Pepe mit einem interaktiven Programm für alle Altersklassen. Für das leibliche Wohl werden internationale Speisen angeboten.

Dossier mit allen Informationen zu den Maiveranstaltungen in der DGB-Region Köln-Bonn: http://koeln-bonn.dgb.de/-/MrO  


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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn