Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 043/17 - 19.10.2017
Terminhinweis:

Vortrag und Podiumsgespräch mit FRANK AHLAND und MICHAEL SOMMER am 23.10.2017

DGB-Haus, Tagungsraum (Erdgeschoss), Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln

„Was uns unser Gewissen befiehlt“
Die Anfänge der Beziehungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu Israel und dem israelischen Gewerkschaftsbund Histadrut und die Entwicklung der deutsch-israelischen Gewerkschaftsbeziehungen

Ludwig Rosenberg – dessen Todestag sich am 23. Oktober 2017 zum 40. Mal jährt – gehörte 20 Jahre lang, davon sieben als Vorsitzender, dem Geschäftsführenden Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes an. Eines seiner Hauptverdienste war die zügige Wiedereingliederung der bundesdeutschen Gewerkschaften in die internationale Gewerkschaftsbewegung.

Rosenberg entstammte einer deutsch-jüdischen Familie und musste im Nationalsozialismus emigrieren. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung ist sein antitotalitäres Engagement, sein konsequentes Eintreten für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und nicht zuletzt sein Einsatz für die deutsch-israelische Aussöhnung zu verstehen. Rosenberg baute den Kontakt zur Histadrut konsequent aus.

Dr. Frank Ahland wird die Biographie Rosenbergs und dessen Wirken für die deutsch-israelischen Gewerkschaftsbeziehungen darstellen.

Als besonderer Gast wird Michael Sommer, ehemaliger Vorsitzender des DGB, im Anschluss an den Vortrag mit Frank Ahland und dem Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln, Johannes Platz, über seine Erfahrungen mit den deutsch-israelischen Gewerkschaftsbeziehungen berichten.

Dr. Frank Ahland ist promovierter Zeithistoriker und hat seine Dissertation zu einem eindrucksvollen Buch verarbeitet, das 2016 in der Reihe des Instituts für soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität-Bochum erschienen ist.

Michael Sommer ist stellvertretender Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er war von 2002 bis 2014 Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes. In 2015 wurde er für seine Verdienste um die deutsch-israelischen Beziehungen mit dem Arno Lustiger Preis des 3. Deutschen Israelkongresses ausgezeichnet.

Dr. Johannes Platz ist seit Februar 2017 Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln und arbeitet als Referent für Geschichte der Gewerkschaften und der Arbeitsbeziehungen im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Für eine Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung an Koeln@DGB.de notwendig.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft Köln, des DGB-Stadtverbandes Köln und des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.


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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn