Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 058/15 - 13.08.2015

Projekt Rheinbrücke bei Niederkassel

DGB reiht sich bei den Unterstützern ein

In der aktuellen Diskussion um die Aufnahme einer weiteren Rheinbrücke zwischen Wesseling und Niederkassel in den Bundesverkehrswegeplan, meldet sich nun auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Wort. Der Vorsitzende des DGB Bonn/Rhein-Sieg, Ingo Degenhardt, spricht im wahrsten Sinne des Wortes von einem „Brückenschlag“, der dringend notwendig ist. „Der Bau einer weiteren Rheinbrücke muss unbedingt in den Bundesverkehrswegeplan mit Prioritätsvermerk aufgenommen werden“, fordert Degenhardt.

In seinem Positionspapier zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr, hatten sich DGB und die Gewerkschaften bereits für den Bau der Rheinbrücke als Straßen- und Schienenbrücke ausgesprochen, unter anderem auch als Stärkung des Industriestandortes Niederkassel-Lülsdorf.

Kürzlich hatten sich die Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Bundes- und Landtagsabgeordnete aus dem südlichen Rheinland an den Bundesverkehrsminister gewandt und auf die hohe Bedeutung und die Dringlichkeit dieser weiteren Rheinbrücke hingewiesen. „Dieser Initiative schließt sich der DGB voll und ganz an“, sagt DGB-Chef, Ingo Degenhardt. Der Gewerkschafter hat neben den positiven Auswirkungen auf die vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die täglich als Berufspendler lange Fahr- und immense Stauzeiten in Kauf nehmen müssen, auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft im Blick.

„Wir sind ein wichtiger Wirtschafts- und Industriestandort mit hoher Wachstumsdynamik. Hier gibt es viele gute Arbeits- und Ausbildungsplätze. Um diese zu erhalten und weiter auszubauen ist eine verbesserte Infrastruktur dringend von Nöten. Rohstoffe und fertige Produkte müssen schnell und unkompliziert von A nach B gebracht werden. Von daher sind alle Verkehrswege – auf der Straße, auf der Schiene und auf dem Wasser zu ertüchtigen. Auch das schnellere Erreichen des Köln/Bonner Flughafens hat eine hohe Priorität. Im Wettbewerb mit anderen Regionen müssen wir unsere wirtschaftliche Leistungskraft erhalten und weiter ausbauen, dass wird dann auch zu mehr Verkehr führen“, sagt Degenhardt.

Die weitere Zunahme von Verkehrsströmen hat auch Auswirkungen auf Anwohnerinnen und Anwohner und die Umwelt. Degenhardt: „Jedoch sollten wir nicht verkennen, dass die Rheinschiene eine der wichtigsten Verkehrsadern Europas ist und der Güterverkehr von und zu den belgischen und niederländischen ZARA-Seehäfen weiter zunehmen wird. Wir brauchen dringend Entlastung auf Straße und Schiene im Sinne von Standortsicherung und einen weiteren Ausbau und weitere Ansiedlung von Industrie und Gewerbe. Das dient der Sicherung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.“


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