Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 039/16 - 01.09.2016

DGB Köln-Bonn: Der gesellschaftliche Frieden ist in Gefahr

Veranstaltung am Vorabend des Antikriegstags 2016 im Kölner DGB Haus

Am 31. August, dem Vorabend des Antikriegstags 2016, lud der DGB Köln-Bonn in Kooperation mit dem Kölner Friedensbildungswerk zu der Veranstaltung „Fluchtursachen – Die Verantwortung liegt auch bei uns
Geflüchtete als „Sündenböcke“ einer verfehlten Politik“ ins Gewerkschaftshaus ein.

„Wir können an einem Abend nicht die Ursachen der Flucht ergründen. Deswegen an dieser Stelle nur so viel: mit der Außenpolitik, mit der Wirtschafts- und Finanzpolitik, mit Agrarsubventionen, mit der Entwicklungspolitik und mit einem unbändigem Hunger nach Rohstoffen und billigen Produkten schaffen die Industrienationen - schaffen wir alle - Fluchtursachen. Was wir heute Abend aber näher beleuchten können, ist die Rüstungspolitik bzw. die Rüstungsexporte - ein Thema, das einfach am Vorabend des Antikriegstags gesetzt ist“, erläuterte Karin Bernhardt vom DGB Köln-Bonn, die die Veranstaltung eröffnete.

Im DGB-Haus referierte zunächst Günter Küsters vom „Friedensbildungswerk Köln“ zu Ursachen von Flucht, anschließend folgte ein Impulsvortrag von Dr. Michael Dauderstädt, ehemaliger Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, zur sozialen und gesellschaftlichen Polarisierung in Deutschland und Europa.

Abschließend beantworteten Patrick Fels von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus und Marco Steinborn, Stellv. Vorsitzender des ver.di Bezirk Köln, Fragen der Moderatorin und aus dem Publikum.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Hanne Huxoll vom Radioclub Böcklerplatz. 


DGB Köln-Bonn zum Antikriegstag 2016

„Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften an den Überfall auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, mit seinen 60 Millionen Toten. Sie erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden“, erläutert Andreas Kossiski, Regionsgeschäftsführer des DGB Köln-Bonn. „In unserer diesjährigen Veranstaltung wollten wir auch die aktuelle gesellschaftliche Situation aufgreifen. Wir erleben eine zunehmende Entsolidarisierung und stärkere Verteilungskämpfe; Die Gesellschaft driftet auseinander; „Sündenböcke“ und Feindbilder haben Konjunktur; Populismus und Rassismus nehmen zu. Darüber müssen wir reden!“

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen am Antikriegstag 2016 auf, sich für die Achtung der Freiheit, für Demokratie und Gerechtigkeit einzusetzen.

Gemeinsam stehen wir auf für

  • ein Deutschland, das den europäischen Grundrechten verpflichtet und fest in der Europäischen Union verankert ist,
  • ein Land, in dem alle ohne Angst verschieden sein und sicher leben können,
  • eine Gesellschaft, in der Respekt und Würde sowie Gleichheit und Solidarität gelebt werden.

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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn