Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 055/18 - 25.10.2018
Terminhinweis: 10.11.2018 | 11:00 Uhr | Lerbacher Weg 2

Mahnwache in Bergisch Gladbach: Aus der Vergangenheit lernen!

Seit 28 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogrom­nacht vom 9. November 1938, als in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand ge­steckt wurden. „Was mit hasserfüllten Worten begann, endete in einer rassistischen Massenvernichtung,“ erinnert sich Walborg Schröder, Gründerin und Initiatorin der Mahnwache und blickt dabei mit Sorge auf die aktuelle politische Entwicklung: „Dass in Deutschland wieder der Hitlergruß gezeigt wird, sogenannte besorgte Bürger Nazi-Vokabular aus der Mottenkiste holen und Debatten im Bundestag von nationalistischen Tönen geprägt werden, macht mir Angst.“

Getragen wird die Gedenkveranstaltung vom VVN-BdA und dem DGB im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sie findet traditionell in der Nähe des ehemaligen Stellawerks statt. Das Werk wurde 1933 von der SA als „wildes“ Konzentrationslager genutzt, in dem Op­po­si­tio­nelle und Juden gefoltert und bis zum Abtransport in ein Todeslager gefangen gehalten wurden.

Für den DGB ist es wichtig, deutlich Flagge zu zeigen. „Wir müssen mehr aus der Vergangenheit lernen, denn Antisemitismus, Aus­länderfeindlichkeit und Rechtsextremismus sind noch lange nicht über­wunden. Rechtspopulistische Parteien schüren Ängste, streuen Vorurteile und verbreiten Hass,“ so Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn: „Sie finden vor allem bei den Menschen Widerhall, die unzufrieden mit der politischen Entwicklung sind, Angst vor der Zukunft haben und sich persönlich zurückgesetzt fühlen. Der beste Schutz vor Rechtspopulismus und Rassismus ist mehr soziale Gerechtigkeit. Hier sind die demokratischen Parteien im Bund und den Ländern gefordert, wenn sie sich nicht selber abschaffen wollen.“

Die Mahnwache findet am Samstag, dem 10. November 2018, von 11:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr, auf dem Gelände der Kirche St. Joseph, Lerbacher Weg 2, statt. Die Kirchengemeinde hat den Platz dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. 

Im Anschluss erfolgt ein kurzer Schweige­marsch zur Gedenktafel am ehemaligen Stellawerk.

DGB Köln-Bonn

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Seit 28 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, als in deutschen Städten Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt und vernichtet wurden. Das Signal für die industrielle Massenvernichtung von Menschen jüdischen Glaubens war gegeben.

PROGRAMM:

10. November 2018
Beginn: 11:00 Uhr

ERÖFFNUNG:
Walborg Schröder, VVN-BdA

GRUSSWORTE:
JosefWillnecker, stellvertr. Bürgermeister
Mechthild Münzer, Integrationsrat

REDEBEITRÄGE:
Peter Trinogga, VVN-BdA
Patrick Graf, DGB-Netzwerk Rhein-Berg

Musik:
Friedrich Kullmann - ts
Geo Schaller - bs

ORT:
An der Kirche St. Joseph
LerbacherWeg 2, Bergisch Gladbach

HINWEIS:
Im Anschluss an die Mahnwache findet ein kurzer
Schweigemarsch zur Gedenktafel am ehemaligen
Stella-Werk statt.


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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn