Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 017/17 - 27.04.2017

Tag der Arbeit im Rhein-Erft-Kreis

DGB ruft zur Maikundgebung in Frechen auf

Die Botschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai 2017 lautet: „Wir sind viele. Wir sind eins.“ Im diesjährigen Aufruf zum Tag der Arbeit heißt es „Alle Erfolge, die Gewerkschaften in den vergangenen Jahrzehnten erreicht haben, leben hieraus: Wir sind viele, wir sind eins! Wir sind viele: Wir sind Junge und Alte, Frauen und Männer, Migrantinnen und Migranten, Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner. Wir sind eins: Wir kämpfen für mehr soziale Gerechtigkeit und stehen für eine Gesellschaft, die die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiert und schützt.“

„Am Tag der Arbeit werden wir in Frechen und in 70 weiteren NRW-Städten für eine tolerante, demokratische, solidarische und soziale Gesellschaft in NRW, Deutschland und Europa eintreten“, sagt Siegfried Dörr, Vorsitzender des DGB Kreisverband Rhein-Erft und erklärt weiter, “Für uns bedeutet soziale Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt, ein Recht auf anständige Löhne und unbefristete Arbeitsverträge. Für „Gute Arbeit“ brauchen wir den Schutz von Tarifverträgen und den Ausbau der Mitbestimmung, gerade mit dem Blick auf Herausforderungen wie die Digitalisierung.“

Weitere wichtige Forderungen der DGB-Gewerkschaften im Superwahljahr 2017 sind eine gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und eine Stärkung der gesetzlichen Rente für einen Lebensabend in Würde.

„Rente muss zum Leben reichen. Deshalb brauchen wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik! Wir haben mit unserer Rentenkampagne gute Vorschläge vorgelegt! Wir erwarten von den Parteien, dass sie die Weichen neu stellen in der Rentenpolitik – und das schnell!“, erklärt Dörr, „Der drohenden Massenarmut im Alter, auf die wir zusteuern, muss Einhalt geboten werden!“

Für die DGB Gewerkschaften ist auch klar: Es braucht dringend ein Steuerkonzept, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet und Vermögende in die Verantwortung nimmt. „Die soziale Ungleichheit wächst und die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich jedes Jahr weiter. Alle sehen, welche politischen Folgen das hat: Die Unzufriedenheit der Menschen nimmt zu und gefährdet den gesellschaftliche Frieden. Deshalb müssen Vermögende und Konzerne ihren fairen Teil dazu beitragen, um etwa Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung zu finanzieren", stellt Siegfried Dörr fest.

Die Maikundgebung beginnt um 12:00 Uhr am „Klüttenbrunnen“ vor dem Rathaus mit der Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes Rhein-Erft, Siegfried Dörr. Es folgt ein Grußwort der Bürgermeisterin der Stadt Frechen, Susanne Stupp. Die Mairede hält in diesem Jahr Klaus Emmerich, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Tagebau Garzweiler. Die Maikundgebung wird musikalisch von der Band „TSGADJE“ begleitet. Verschiedene Stände bieten die Möglichkeiten, sich zu gewerkschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen zu informieren. Für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Dossier mit allen Informationen zu den Maiveranstaltungen in der DGB-Region Köln-Bonn: http://koeln-bonn.dgb.de/-/QIx

Wir bitten um Veröffentlichung der Veranstaltung im Veranstaltungskalender und laden zur Berichterstattung ein.

Ansprechpartnerin:
Karin Bernhardt, DGB Köln-Bonn, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, 0221/ 500032-0, Karin.Bernhardt@dgb.de


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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn