Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 051/18 - 04.10.2018
Kostengünstigen Wohnraum für Studierende schaffen

DGB-Jugend Köln zum Semesterbeginn

Am 8. Oktober beginnt das neue Wintersemester. Viele Studierende befinden sich seit Wochen auf Wohnungssuche. Denn gerade zum Semesterbeginn herrscht Hochbetrieb auf dem Kölner Wohnungsmarkt. In einer beliebten Unistadt wie Köln ist es für viele Tausend Studierende eine Herausforderung, rechtzeitig eine bezahlbare Wohnung oder auch nur ein Zimmer zu finden. 

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Moses Mendelssohn Institut (MMI) in Kooperation mit dem Immobilienportal WG-Gesucht.de unterstreicht dies erneut. So zahlen Kölner Studierende im Schnitt 420 Euro für ein WG-Zimmer, während der bundesweite Durchschnitt bei 363 Euro liegt. Erschwerend kommt hinzu, dass es gerade in Köln viel zu wenige Plätze in Wohnheimen gibt. Während bundesweit für 9,6 Prozent der Studierenden eine subventionierte Unterkunft zur Verfügung steht, sind es in Köln gerade mal 7,7 Prozent. Deswegen fordert die Gewerkschaftsjugend Köln die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum für die Kölner Studierenden. 

„Gerade mal jedem 13. Studierenden steht in Köln eine subventionierte Unterkunft zur Verfügung. Erst ab 2021 wird es wieder zwei neue Wohnprojekte geben – mit insgesamt 130 neuen Wohnplätzen. Das ist viel zu wenig und wird mit der steigenden Zahl von Studienanfängerinnen und –anfängern nicht Schritt halten können. Die öffentliche Hand muss daher für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende sorgen. Es reicht nicht aus, wenn private Investorinnen und – Investoren Luxuswohnungen bauen, die sich die allermeisten Studierenden schlicht nicht leisten können“, resümiert DGB-Jugendbildungsreferent Omer Semmo.   

Aber auch an der finanziellen Situation der Studierenden muss sich etwas ändern. Die meisten Studierenden verfügen über sehr wenig Geld. Um sich die teuren Mieten dennoch leisten zu können, müssen viele von Ihnen neben dem Studium noch Arbeiten gehen und haben dadurch weniger Zeit für das Studium. „Wir brauchen eine deutliche Erhöhung der BAföG-Sätze“, fordert Semmo. „Die Bedarfssätze sind an den tatsächlichen Ausgaben für ein Studium zu orientieren. Dieser Anspruch wird bisher nicht erfüllt: So ist zum Beispiel die aktuelle Mietpauschale im BAföG mit 250 Euro festgesetzt. Damit sind die realen Kosten für studentisches Wohnen in Köln nicht ansatzweise gedeckt.“ 

Um die Interessen von Studierenden zu bündeln, gibt es seit einiger Zeit eine DGB-Hochschulgruppe an der Universität zu Köln. Sie möchte die Studierenden für dieses Thema sensibilisieren und lädt alle zur Erstsemesterbegrüßung am 8. Oktober ein. An diesem Tag wird die Hochschulgruppe ab 08.00 Uhr mit einem Infostand vor dem Hauptgebäude präsent sein und über Ihre Arbeit informieren. Interessierte sind herzliche eingeladen vorbeizuschauen und mit den Mitgliedern der Hochschulgruppe ins Gespräch zu kommen. 
 

Ansprechpartner: Omer Semmo, omer.semmo@dgb.de 

V.i.S.d.P.:
DGB Köln-Bonn, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, 0221/ 500032-0, koeln@dgb.de

 


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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn