Deutscher Gewerkschaftsbund

29.09.2016

Idee

Hintergrund:

Die Polarisierung in der Gesellschaft nimmt zu; Vermeintlich einfache Lösungen und Feindbilder haben Konjunktur; Eskalation statt Kompromiss; Gewalt, von der verbalen Forderung zur Einführung des Schießbefehls an den Grenzen, bis hin zu Anschlägen, Angriffen und Mordversuchen zeigen eine Radikalisierung und Verrohung in einem bedrohlichen Ausmaß. Das Erstarken nationaler und rechter Gruppen, Parteien und Organisationen erfordert eine klare Haltung, eine integrationsförderliche, progressive Antwort und einen neuen (politischen) Diskurs mit dem Fokus auf der sozialen Gerechtigkeit. Die hemmungslosen Kommentare in den Medien oder von Nutzenden von sozialen Medien zeigen, dass offener Hass und Hetze immer skrupelloser verbreitet werden. Es ist dringend notwendig das gegenseitige Verständnis unter den Menschen zu fördern. Besonders junge Menschen sollten dabei unterstützt werden, Solidarität und Toleranz zu Erlernen. Es lohnt dabei der Blick über den Tellerrand, mit dem Ziel einer gemeinsamen Horizonterweiterung. Das Projekt stellt eine Grundlage für eine Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Arbeits-, Denk- und Handlungsweisen dar, um neue Wege aufzuweisen. Medien und Berichte zeigen viele Bilder, jedoch zeigt sich durch Gespräche und Eindrücke vor Ort meist erst die Komplexität der Situation. 


Zum Projekt:

Das Projekt soll durch interkulturellen Austausch und das Kennenlernen von Präventionsstrategien die Antirassismusarbeit, das Demokratieverständnis, die Menschenrechtsarbeit und die Integrations- und Inklusionsarbeit in den Betrieben stärken. Durch den grenzüberschreitenden Austausch und die interkulturelle Erfahrung wird die Fähigkeit gestärkt, effektiv mit Menschen, die über andere kulturelle Hintergründe verfügen, umzugehen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Damit einhergehen der Abbau von Stereotypen, das Revidieren von Vorurteilen mit dem Ziel Toleranz zu erlernen und die eigene kulturelle „Brille“ abzusetzen. Unsere Welt ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt globaler Verflechtungen, die dazu einladen den eigenen unmittelbaren lokalen Erfahrungsbereich zu überschreiten. Globales Lernen beinhaltet die Aneignung von Wissen um die mögliche Relativität von Werten wie Gerechtigkeit und Solidarität und das Wissen um globale Verflechtungen und Abhängigkeiten. Das Projekt soll die Teilnehmenden dabei unterstützen nachhaltige Multiplikationsarbeit für die angeführten Themenfelder in den Unternehmen zu leisten und die bereits vorhandenen betrieblichen Aktivitäten und Projekte aktiv zu unterstützen, sowie neue Projekte zu implementieren.

Zum Ort:

Rio de Janeiro und Köln verbindet seit 2011 eine Städtepartnerschaft. Auch das Land Nordrhein-Westfalen misst den deutsch-brasilianischen Beziehungen einen hohen Stellenwert bei und zählt den Bundesstaat Rio de Janeiro zu seinen Partnerländern. Neben dem wechselsei-tigen Wissenstransfer zwischen den beiden Metropolen Köln und Rio, soll der interkulturelle Dialog gefördert werden. Das Projekt möchte ein Baustein dieses Dialogs sein. Rio de Janeiro ist eine Stadt der gnadenlosen Kontraste: Der Strand der Reichen und Schö-nen in Ipanema, nächtliche Patrouille mit einer Spezialeinheit in einem Elendsviertel, Künstlerinnen und Künstler im Szeneviertel Santa Teresa, junge Fussballtalente neben Straßenpredi-gern. In kaum einer Stadt der Welt treffen so enormer Reichtum und massive Armut so direkt aufeinander. Die Projektgruppe lernt beide Facetten Rios kennen.

Das Programm:

Der Projektauftakt fand bereits im Mai 2016 statt. In einem ersten Workshop lernte sich die 12-köpfige Delegationsgruppe kennen. Die Teilnehmenden haben sehr unterschiedliche Hintergründe, so dass eine sehr heterogene Gruppe die Reise antreten wird. Im ersten Workshop erarbeitete die Gruppe sich ein Grundlagenwissen zu Land und Leuten. In einem zweiten Vorbereitungsworkshop im September stellten sich die Teilenehmenden detailliertere Informatio-nen und Fakten zur Stadt Rio de Janeiro, zu den zu besuchenden Orten, zur aktuellen politischen Situation, zu Geschichte der Stadt und des Sklavenhandels, zur sozialen Ungleichheit im Land, zum politischen System usw. vor.

DGB Region Köln-Bonn

Workshop I, Mai 2016 im DGB Haus in Köln DGB Region Köln-Bonn

DGB Region Köln-Bonn

Workshop I, Mai 2016 im DGB Haus in Köln DGB Region Köln-Bonn

DGB Region Köln-Bonn

Workshop II, September 2016 im Landtag NRW DGB Region Köln-Bonn

DGB Region Köln-Bonn

Workshop II, September 2016 im Landtag NRW DGB Region Köln-Bonn

DGB Region Köln-Bonn

DGB Region Köln-Bonn

Unterstützung:
Das Projekt wird unterstützt von:
1. FC Köln
Agentur für Arbeit/ Jobcenter Köln
Deutscher Gewerkschaftsbund NRW
Flughafen Köln/Bonn
Förderverein Städtepartnerschaft Rio de Janeiro - Köln
Gewerkschaft der Polizei NRW
Rheinenergie

Verantwortliche und Ansprechpersonen:
Andreas Kossiski
Judith Gövert
Bernard Brito
Florian Pfeiffer


Kontakt:
Deutscher Gewerkschaftsbund, Region Köln-Bonn
Hans-Böckler-Platz 1
50672 Köln
Tel 0221 – 5000320
Web www.Koeln-Bonn.dgb.de


 

 


Nach oben

Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Unidos contra o Racismo e a Desigualdade – Diálogo da Juventude

Zum Dossier
  • Es wurden noch keine Schlagwörter zugewiesen.

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Pressemitteilungen als RSS-Feed
16.03.2005
Pres­se­kon­takt
DGB-Region Köln-Bonn Hans-Böckler-Platz 1 50672 Köln Tel. 0221 - 500032-0 Fax 0221 - 500032-20
weiterlesen …