Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 022/17 - 17.05.2017

Sozialwahl 2017: „Mitbestimmen!“

Liste der DGB-Gewerkschaften wählen

Über 51 Millionen Versicherte wählen bundesweit bis Ende Mai ihre Vertreterinnen und Vertreter in die Selbstverwaltungsgremien der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherungen. Damit stellen sie wichtige Weichen für die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Gewählt wird bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV-Bund) und bei den Ersatzkassen DAK-Gesund­heit, KKH, HKK, Techniker Krankenkasse (TK) und BKK RWE.

„Die Versichertenparlamente sind wichtig. Hier nehmen die Versicherten über ihre Vertreterinnen und Vertreter aktiv Einfluss auf die Ausgestaltung der Sozialversicherung“, erklärt Andreas Kossiski, Regionsgeschäftsführer des DGB Köln-Bonn und ruft alle Wahlberechtigten zur Stimmabgabe auf.

„Aufgabe der Verwaltungsräte in der gesetzlichen Krankenversicherung ist es, die Bundesgesetzgebung individuell umzusetzen“, so Andreas Kossiski, „Zum Beispiel mit der Einführung innovativer Modelle für eine integrierte Versorgung, die die Kompetenzen von Fachärzten und Leistungsanbietern bündeln." Solche Modelle verhindern nach Auffassung des DGB-Vorsitzenden teure Doppeluntersuchungen, verbessern die Versorgung und sparen das Geld der Versicherten. "Außerdem entscheiden die Selbstverwaltungsgremien auch mit über die Einführung von Zusatzbeiträgen", so Andreas Kossiski, „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten setzen sich dabei für eine solidarische Finanzierung der Sozialsysteme ein.“

Bei der Selbstverwaltung der Rentenversicherung gehe es vor allem um bessere Service-Leistungen für die Versicherten. Außerdem entscheiden die Gremien, welche Leistungen etwa zur Verhütung oder Früherkennung von Krankheiten bezahlt werden oder stellen bei den Berufsgenossenschaften Regeln für den Arbeitsschutz in Betrieben auf.

„Einfach das Kreuz beim DGB oder den Gewerkschaften machen, Stimmzettel in den Wahlumschlag und bis zum 31. Mai zurück schicken – portofrei. Das kostet die Versicherten fünf Minuten Zeit und bringt ihnen sechs Jahre engagierte solidarische Mitbestimmung in den Sozialsystemen“, so Kossiski. Einen einfacheren Weg gebe es für die Menschen im Rheinland nicht, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.


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16.03.2005
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