Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004/17 - 10.02.2017
AfD-Parteitag in Köln

Gewaltandrohung ist inakzeptabel!

In einem persönlichen Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Kölner Maritim, Thomas Klein, haben sich der Kölner DGB-Vorsitzende, Andreas Kossiski, und der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, Mohamed Boudih, über die Bedrohung von Maritim-Beschäftigten informiert.

Gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden stellen sie fest:

„Gewalt ist keine Lösung! Es ist nicht hinnehmbar, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während oder für ihre Arbeit bedroht werden. Das gilt für die Beschäftigten des Maritim-Hotels und für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die den geplanten AfD-Parteitag schützen müssen.

Gesellschaftliche Probleme oder politische Konflikte dürfen nicht auf dem Rücken von Beschäftigten ausgetragen werden. Arbeitgeber haben eine gesetzliche Fürsorgepflicht, der sie nachkommen müssen.

Der "Hilferuf" des Betriebsrates ist ein Warnsignal an uns alle. Mit persönlichen Bedrohungen werden Grenzen überschritten, die mit demokratischem Protest nichts zu tun haben! Wer mit der Androhung von Gewalt Demokratie, Meinungsfreiheit, Menschenwürde oder Vielfalt verteidigen will, untergräbt genau diese Werte. “

Die Gewerkschafter sind sich einig:

„Die AfD ist keine Alternative! Ihre rechtspopulistische bis rechtsradikale Ausrichtung passt nicht zu gewerkschaftlichen Werten! Unsere Alternative heißt Respekt und Solidarität. Deswegen unterstützen wir jegliche Form von friedlichem Protest.

Gerade in der Auseinandersetzung müssen wir deutlich machen, was die Menschen bekommen, wenn sie die Rechtspopulisten wählen: Ein autoritäres Erziehungsideal, ein veraltetes Familienbild, Marktgläubigkeit, Deregulierung und Sozialabbau, Abbau von Mitbestimmung in Betrieben und Verwaltungen.“

Andreas Kossiski, Geschäftsführer DGB-Region Köln-Bonn
Mohamed Boudih, Geschäftsführer Gewerkschaft NGG Region Köln


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

DGB Köln: Unsere Alternative heisst Respekt, Solidarität und Soziale Gerechtigkeit

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16.03.2005
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