Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 023/18 - 25.04.2018

Tag der Arbeit in der Bundesstadt

DGB ruft zum Bonner Marktplatz auf

„Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“ lautet das Motto zum 1. Mai 2018 des Deutschen Gewerkschaftsbundes. „Die Große Koalition hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte“, heißt es im diesjährigen Aufruf für den Tag der Arbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

„Am Tag der Arbeit werden wir auch in Bonn dafür eintreten, dass niemand sich fragen muss, ob der Arbeitsplatz sicher ist, ob das Geld und später die Rente reichen“, erklärt Bernd Weede, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und konstatiert: „Der beste Schutz gegen Armut ist der Schutz der Beschäftigten durch Tarifverträge. Arbeitgeber, die aus der Tarifbindung flüchten, verweigern gerechte Löhne. Dagegen muss vorgegangen werden!“ Eine zentrale Forderung ist für die Gewerkschaften ein gerechtes Steuersystem. Weede erklärt: „Ich werde nicht müde immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass ein Steuerkonzept, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet und Vermögende als auch Konzerne in die Verantwortung nimmt, viele gesellschaftlichen Probleme lösen würde. Sie müssen ihren fairen Teil dazu beitragen, etwa Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung zu finanzieren. Außerdem müssen die längst überfälligen Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden.“ 

Weedes Stellvertreter Rainer Bohnet erklärt: „Diese Koalition muss ihre Vorhaben bei der Pflege, bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, bei der sachgrundlosen Befristung, bei dem Rückkehrrecht auf Vollzeit, bei den Investitionen in Bildung, Wohnungen und Infrastruktur schnell und vollständig umsetzen. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Sie muss mutiger werden!“

Weede erläutert, dass am Tag der Arbeit auch kommunalpolitische Themen Raum bekommen: „Kinderarmut ist und bleibt ein ernsthaftes Problem, besonders in einer Stadt wie Bonn mit überdurchschnittlich vielen Gutverdienenden. Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum und müssen Teilhabe ermöglichen. Konkrete Vorstellungen haben wir auch im Feld der Mobilität und der Verkehrsinfrastruktur in unserer Stadt. Und an allererster Stelle kämpfen wir für Gute Arbeit in Bonn/Rhein-Sieg.“

Die Maikundgebung in Bonn beginnt um 12 Uhr auf dem Marktplatz. „Wir haben keine klassische Mairede vorgesehen, sondern werden verschiedene Kolleginnen und Kollegen zu einem Dialog auf der Bühne begrüßen, so dass viele Themen Raum bekommen werden“, kündigt Weede an.

An dem von Rainer Bohnet moderierten Dialog werden Sibylle Clement (Vorsitzende des Personalrats für Lehrer/innen an Grundschulen beim Schulamt für die Stadt Bonn), Ulrich Hamacher (Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Bonn und Region), Alina Kobold (Vorsitzende der Auszubildendenvertretung Bonn bei der Deutschen Telekom AG) und Bernd Weede (Kreisvorsitzender DGB Bonn/Rhein-Sieg) teilnehmen.

Neben gewerkschaftlichen Themenpavillons gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Information an Ständen aus dem gesellschaftlichen und politischen Bereich. Für die Kleinen stehen Hüpfburg und Kinderkarussell bereit.

Musikalisch begleiten die Kundgebung Thomas Heck And Friends. Ferner steht in diesem Jahr erneut die Poetry Slammerin Ella Anschein mit auf der DGB-Bühne.

Dossier mit allen Informationen zu den Maiveranstaltungen in der DGB-Region Köln-Bonn: http://koeln-bonn.dgb.de/-/MrO

Hinweise für die Presseberichterstattung am 1. Mai:
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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn