Deutscher Gewerkschaftsbund

PM Ver.di K-B-L - 06.04.2018

Dienstag Warnstreiks im öffentlichen Dienst

ver.di: Arbeitgeber müssen sich bewegen

Vor der dritten Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung für den öffentlichen Dienst am 15. und 16. April 2018 in Potsdam erhöht die Gewerkschaft ver.di den Druck.

„Die Arbeitgeber müssen wissen, dass es uns sehr ernst ist“, begründet Daniel Kolle, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen, den Streikaufruf für Dienstag. „Wir wollen ein schnelles und gutes Ergebnis. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug!“ ver.di erwartet, dass Bund und Kommunen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen. „Wenn die Verhandlungen scheitern, droht ein Dauerstreik im öffentlichen Dienst“, stellt Kolle klar.

In Köln und Bonn wird es zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen, kündigt Daniel Kolle an. In den Kommunen werden sich Bürger*innen auf längere Wartezeiten in den Ämtern einstellen müssen. Auch Kindertagesstätten in Köln, Bonn, Troisdorf, Hennef und Gummersbach werden betroffen sein. Am Kölner Flughafen wird ebenfalls gestreikt, was voraussichtlich zu erheblichen Störungen im Frachtverkehr führen wird.

Die Streikenden werden am Dienstag um 10:00 Uhr in zwei Demonstrationszügen zum Kölner Heumarkt ziehen, wo um 11:00 Uhr die Abschlusskundgebung mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske startet. ver.di erwartet rund 15.000 Teilnehmer, die am Deutzer Bahnhof und am Hans-Böckler-Platz ihre Protestmärsche starten.

Ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen u. a. eine Gehaltserhöhung von 6,0 Prozent, mindestens aber 200 Euro. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden sich die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst im Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen zahlreich an den Warnstreiks beteiligen. „Jetzt sind die Beschäftigten gefragt, noch mehr Druck aufzubauen. Wollen die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung, wie vom Vorsitzenden des Verbands der kommunalen Arbeitgeber angekündigt, ist nicht systematische Hinhaltetaktik angezeigt, sondern ein Entgegenkommen mit einem Angebot, das die herausragenden Leistungen des öffentlichen Dienstes würdigt“, so Kolle abschließend.

Quelle: Ver.di Bezirk Köln


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Medienanfragen

DGB Köln-Bonn
DGB-Region Köln-Bonn Hans-Böckler-Platz 1 50672 Köln Tel. 0221 - 500032-0 Fax 0221 - 500032-20
weiterlesen …

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Hier können sie unsere Pressemeldungen als RSS-Feed abonieren.

RSS-Feed: Nachgefragt

Subscribe to RSS feed
In der Reihe „Nachgefragt“ veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen ausführliche Interviews mit gewerkschaftlichen Experten/innen aus der Region Köln-Bonn.

RSS-Feed: Standpunkt

Subscribe to RSS feed
In der Reihe „Standpunkt“ nehmen gewerkschaftliche Experten/innen aus der Region Köln-Bonn ausführlich Stellung.

RSS-Feed: IM FOKUS

Subscribe to RSS feed
Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn