Deutscher Gewerkschaftsbund

Wirtschaftsförderung Köln

05.12.2016
DGB Köln zum angekündigten Umbau der Dezernatsverteilung:

"Ein Schnellschuss hilft uns nicht weiter“

Mit Bedauern reagiert der Kölner DGB auf die Rücktrittsankündigung von Wirtschaftsdezernentin Ute Berg. Diese überraschende Entscheidung darf aber nach Auffassung des Kölner DGB nicht zu einem Schnellschuss führen: „Die geplante Zusammenlegung von Wirtschaftsförderung und Verkehr schafft ein ‚Super-Dezernat‘, das von einer Person alleine nicht geleitet werden kann. Gerade weil die Verkehrsprobleme in Köln und der Region so groß sind, hat die Stadt im Frühjahr 2016 ein eigenes Dezernat auf den Weg gebracht, um den Baudezernenten von diesen Mammut-Aufgaben entlastet. Diese inhaltlich richtige Entscheidung nach wenigen Monaten ohne hinreichende Begründung mit einem Federstrich zu revidieren, ist mehr als unverständlich. Ein Schnellschuss hilft uns nicht weiter!“

Der Kölner DGB-Vorsitzende, Andreas Kossiski, befürchtet, dass bei einer Zusammenlegung der beiden Dezernate der Bereich Wirtschaftsförderung auf der Strecke bleibt: „Andrea Blome wurde als Verkehrsexpertin nach Köln geholt und nicht als Wirtschaftsexpertin. Sie muss sich mit ganzer Kraft um die Verbesserung der katastrophalen Verkehrssituation kümmern und wird damit keine Zeit haben, notwendige Impulse bei den Themen Digitalisierung, Arbeit 4.0, Strukturwandel in der Automobilindustrie, Gewerbeflächen, Online-Handel oder Logistikkonzept zu setzen."

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