Deutscher Gewerkschaftsbund

PM IG BCE Alsdorf - 28.08.2018

Bergleute haben die Schnauze voll von Gewalt

In den letzten Tagen überschlagen sich die Ereignisse im Hambacher Forst, und auch die Forderung nach einem unsinnigen Moratorium spitzt die Situation unnötig zu.

Wieder kam es am Wochenende zu gewalttätigen Übergriffen im Hambacher Forst. Die gewaltbereite Szene hat sich dort schon zahlreich versammelt.
Hierbei ist es für die betroffenen Mitarbeiter unerträglich, wie von Umweltverbänden die alleinige Schuld RWE Power und damit auch den Mitarbeitern zugeschoben wird. Völlig unreflektiert werden hier Gewalt- und Straftäter heroisiert. Natürlich sind nicht alle Bewohner des Wiesencamps aktive Straf- und Gewalttäter, aber sie geben ihnen Deckung. Einige Initiativen wie die „Buirer für Buir“, aber auch andere unterstützen die dortigen Täter direkt oder indirekt. Damit machen sie sich mitschuldig.

Der durchsichtige Versuch, die bevorstehende Rodung mit der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung zu vermengen, ist richtiger Weise gescheitert. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Selbst bei einem sofortigen Kohleausstieg, den es nicht geben wird, wird der Hambacher Forst weichen müssen. Hier geht es am Ende nicht um Gewalt, sondern nur um ein Symbol. Trotzdem wird damit gedroht, dann aus der Kommission auszusteigen. Dies ist eine Erpressung, die nicht verfangen darf. Dies sollte auch die Bundesumweltministerin Svenja Schulze wissen.

Am heutigen Dienstag machen sich spontan 150 Bergleute auf den Weg nach Berlin, um vor der morgigen Sitzung der Kommission, ab 08:30 Uhr ihren Unmut über diese Gewalt deutlich zu machen.

Wir haben die „Schnauze voll von Gewalt“ ist seit 2 Jahren unser Motto, und dies triebt die meisten der Bergleute um. Wir fordern die Räumung und die Beendigung des rechtsfreien Raumes im Hambacher Forst. Nur so kann ein Ende der Gewalt herbeigeführt werden.

Quelle: IG BCE Alsdorf


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