Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 003/18 - 18.01.2018

DGB Köln: Keine Gewerbefläche für Amazon

Stadt soll Gewerbeflächen nach qualitativen Kriterien vergeben.

Das Flächenangebot für neue Wohngebiete oder Gewerbeansiedlungen ist knapp. Aus diesem Grund fordert der Kölner DGB, beim Verkauf von städtischen Gewerbeflächen klare qualitative Kriterien anzuwenden. „Städte wie Köln, Bonn oder Düsseldorf müssen dazu übergehen, ihre Flächen nur an Unternehmen zu verkaufen, die nicht für Steuervermeidungstrategien und für prekäre Beschäftigungsbedingungen bekannt sind,“ erklärt der Kölner DGB-Vorsitzende Witich Roßmann und reagiert damit auf eine mögliche Ansiedlung des Onlinehändlers Amazon im Industriepark Nord.

„Steuervermeidung hat in Europa zwei Namen: Apple und Amazon. Obwohl beide Konzerne Milliarden verdienen, gehen die Finanzämter weitgehend leer aus,“ so Roßmann. Der Kölner DGB erinnert aber auch daran, dass Amazon regelmäßig wegen prekärer Arbeitsbedingungen in den Schlagzeilen stand, mehrfach von der Gewerkschaft Ver.di erfolgreich verklagt wurde und seit Jahren den Beschäftigten den Schutz von Tarifverträgen verwehrt. Witich Roßmann: „Solchen Investoren darf die Stadt nicht den roten Teppich ausbreiten. Amazon muss endlich spüren, dass die Gesellschaft nicht mit dem Geschäftsgebaren des Konzerns einverstanden ist. Von Köln kann das notwendige Signal ausgehen.“

Nach vorliegenden Informationen benötigt auch die HGK neue Flächen im Industriepark. Witich Roßmann: „Die HGK hat für den Industrie- und Logistik­stand­ort eine zentrale Bedeutung. Sie ist Teil des Stadtwerke-Konzerns, zahlt Steuern, führt Gewinne an die Stadt ab und zahlt nach Tarif. Da muss man doch nicht lange überlegen!“


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16.03.2005
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