Deutscher Gewerkschaftsbund

Deliveroo - Liefern am Limit

22.05.2018

Redeausschnitt von Witich Roßmann am 1. Mai 2018 in Köln

An der Maikundgebung 2018 in Köln nahmen Betriebsratsmitglieder von deliveroo teil. Der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Köln, Witich Roßmann, ging in seiner Rede auf den Kampf der Beschäftigten für bessere Arbeitsbedingungen ein.

... Deshalb begrüße ich heute auf unserer Kundgebung besonders die Fahrerinnen und Fahrer von foodora, die sich vor einem Jahr in Köln organisiert und den ersten Betriebsrat des Konzerns in Deutschland gegründet haben.

Jetzt haben ihre Kolleginnen und Kollegen von Deliveroo nachgezogen. Auch sie haben Geschichte geschrieben: Sie sind der erste Deliveroo-Standort in Deutschland mit richtiger Mitbestimmung. Nur bald ohne Kolleginnen und Kollegen, für die sie sich einsetzen können. Denn: Deliveroo lässt alle befristeten Verträge auslaufen und will auf Freelancer setzen – ohne Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall, Urlaub, Planungssicherheit und vieles mehr. Auch die Verträge der Betriebsräte hat Deliveroo nicht verlängert, weshalb jetzt Entfristungsklage laufen. Mitbestimmung ist nicht erwünscht.

Gemeinsam mit den Betriebsräten Foodora möchten sie gegen die schlechten Arbeitsbedingungen kämpfen:

100% Befristung, um die Kurierinnen und Kuriere klein zu halten. 9 € Lohn, minus eigene Winterkleidung, minus Verschleiß, minus Reparaturzeit, minus Arbeitssicherheit. Also unter dem Strich weniger als Mindestlohn.

Wir sind stolz auf euren Kampf um Mitbestimmung, faire Arbeitsbedingungen und Entgelte. Gewerkschaften dürfen bei Foodora bestellen: Aber bringt Eure Solidarität zum Ausdruck und ordentliches Trinkgeld ist auch nicht schädlich! ...

Die gesamte Rede kann hier (https://koeln-bonn.dgb.de/-/Rpk) nachgelesen werden.


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