Deutscher Gewerkschaftsbund

28.09.2015
Geschichte in Bildern

"1. Mai" in den 1950er Jahren in Köln

Die erste Maikundgebung der Kölner Einheitsgewerkschaft nach dem 2. Weltkrieg fand 1946 in der Kölner Universität statt. Seitdem haben die Kundgebungen und Demonstrationen der Kölner Gewerkschaften am 1. Mai wieder ihren festen Platz im »gewerkschaftlichen Jahreskalender« und im Leben der Domstadt.

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DGB


1. Mai 1950 in Köln

Maifeier der Gewerkschaft auf dem Heumarkt, Redner: Oberbürgermeister Dr. Schwering, DGB-Landesvorsitzender Werner Hansen, der an den 60. Jahrestag des 1. Mai erinnerte, außerdem führte die SPD eine Maifeier im Kongresssaal der Kölner Messe durch mit dem Wirtschaftsminister Prof. Nölting als Redner. (RhZ 102 vom 02.05.1950)


1. Mai 1951 in Köln

Der DGB Bundesvorstand schrieb in seinem Aufruf: »In der Welt voll Unfrieden, Unfreiheit, Furcht und Not feiern wir den 1. Mai«. Auch in diesem Jahr steht der 1. Mai im Zeichen des Kampfes für den Völkerfrieden, für die soziale Sicherheit und die Freiheit. In Köln waren aus allen Stadtteilen die Demonstrationszüge zum Kundgebungsort Alter Markt eingetroffen, insgesamt waren dort 30.000 versammelt, Peter Michels Vorsitzender des Ortskartells der Kölner Gewerkschaften, begrüßte die Teilnehmer, dann kam Bürgermeister Schwering in Vertretung des im Ausland weilenden Oberbürgermeister Görlinger, dann Bernhard Tacke stellvertretender Vorsitzender IG Textil. (RhZ 103 vom 03.05.1951)


1. Mai 1952 in Köln

1. Mai auf dem Neumarkt, Volkstänze leiteten die Kundgebung ein, die Musikkapelle der städtischen Bahnen spielte, der DGB Vorsitzende Michels begrüßt die Gäste, Grüße der Stadt überbrachte Oberbürgermeister Görlinger, Hauptredner war Arbeitsdirektor Skrentny, kurz vor Beginn hatten einige kommunistischen Gruppen versucht, mit Transparenten auf den Platz zu gelangen, auf Bitten der DGB-Ordner zerstreute die Polizei die Demonstranten. (Westdt. Neue Presse WNP 103 vom 03.05.1952)


1. Mai 1954 in Köln

DGB-Losung: »Samstag gehört Vati mir«, in Köln waren 10.000 Menschen in verschieden Zügen aus den Vororten zum Neumarkt gekommen, zur Feierstunde des 1. Mai, Peter Michels Kölner DGB-Vorsitzender, begrüßte, dann Grußworte der Regierungspräsidenten Dr. Warsch, dann Grußwort des Oberbürgermeisters Burauen, dann Grußwort des Generalsekretärs des IBFG Walter Schevenels aus Brüssel, Hauptredner Arbeitsdirektor Bernhard Bonie aus Krefeld. (NRZ 103 vom 03.05.1954)


1. Mai 1955 in Köln

Eindrucksvolle Maikundgebung auf dem Neumarkt, mehrere Tausend waren sternförmig aus verschiedenen Stadtteilen zum Kundgebungsort marschiert, mit Transparenten mit der Forderung: »Schutz der Jugend, Frieden und Einheit, Stärkt die Gewerkschaften, Lehrstellen kein Arbeitsdienst«; Der Kölner DGBVorsitzende Peter Michels kritisierte die Bestrebungen, die Arbeitnehmerrechte einzuschränken; Plakat über der Tribüne: »5 Tage sind genug«, dann redete Oberbürgermeister Burauen, danach Hans Gottfurcht aus Brüssel. (NRZ 102 vom 02.05.1955)


1. Mai 1957 in Köln

Große Kundgebung auf dem Neumarkt. Begrüßung durch den stellvertretenden Kölner DGB-Vorsitzenden Willy Monschau, Oberbürgermeister Burauen sprach sich gegen die Aufrüstung mit atomaren Waffen aus: »Wenn diesem Wahnsinn nicht ein Ende bereitet wird, dann gehen wir einem Ende entgegen, dass für alle gleich sein wird!« Danach als Hauptredner das DGBBundesvorstandsmitglied Hermann Beermann, der die Erklärung der Göttinger Professoren für eine allgemeine Ächtung der Atomwaffen unterstützte. (NRZ 103 vom 03.05.1957)


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Der Kölner "1. Mai" im Wandel der Zeit

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