Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB Köln & NRW 2020

10.07.2017

DGB fordert Planungssicherheit für den Großmarkt

Der Rat muss in der Frage Großmarkt endlich entscheiden und handeln - lautet die Kernbotschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): „Un­tätigkeit kostet Geld“.

In einem Positionspapier macht der Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn, Andreas Kossiski, deutlich, dass der Großmarkt ein wichtiger Bau­stein der er­wei­terten Daseinsvorsorge ist und kein antiquiertes Aus­lauf­mo­dell: „Seit 1995/96 wird über die Verlagerung diskutiert. In 2007 erfolgte der Verlagerungsbeschluss des Rates, der allerdings bis heute nicht umgesetzt wurde.“ Dies trage zu einer erheblichen Verunsicherung bei den Großmarkt-Händlern und deren Beschäftigten bei, da die Mietverträge 2020 auslaufen.

Außerdem kritisierte Andreas Kossiski bei der Kölner Stadtentwicklung eine ein­seitige Modernisierungsstrategie: „Wenn es Rat und Stadtspitze nicht ge­lingt, bei aller notwendigen Strukturveränderung und Stadtentwicklung den klassischen ge­werb­lichen und industriellen Branchen weiterhin einen festen Platz einzuräumen, zerstören sie ein wichtiges wirtschaftliches Fundament. Die scheinbare Fokussierung auf Medien- und Kreativwirtschaft sowie auf Dienstleistungen verkennt die Bedeutung der industriell-gewerblichen Basis."

Insgesamt scheinen Stadtspitze und die Mehrheit des Rates nach Auf­fas­sung von Andreas Kossiski derzeit bei vielen Zukunftsfragen überfordert. Als Beispiel nennt er die geplante Neustrukturierung der Wirtschafts­för­de­rung und den "Runden Tisch Luftreinhaltung".


Nach oben