Deutscher Gewerkschaftsbund

21.09.2010
Gewerkschaften haben viele Gesichter

Gabriele Pater

Gabriele Pater

Warum bist du in die Gewerkschaft eingetreten?

Ich brauchte Informationen und Unterstützung als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung in einem kirchlichen Krankenhaus.

Wie bist du auf die Gewerkschaft aufmerksam geworden?

Mich hat niemand geworben. Es war für mich selbstverständlich, den Schutz der Gewerkschaft für meine Arbeit zu haben.

Warum sind Gewerkschaften aus deiner Sicht wichtig?

Keine und keiner kann für sich alleine die Arbeitsbedingungen und Löhne verbessern. Das geht nur in der Gemeinschaft. Gewerkschaften sind daher unverzichtbar.

Wie hat sich Gewerkschaftsarbeit aus deiner Sicht verändert?

Wir beugen uns sehr dem Druck der kapitalistischen Arbeitgeber, aber auch der Medien, die politische Meinung in unserem Land beeinflussen und damit auch die Akzeptanz der Menschen zu unserer Arbeit zu negativ beeinflussen. Wir müssen uns daher besser „verkaufen“.

Wie sähe die (Arbeits-)Welt ohne Gewerkschaften aus?

Die Arbeitsbedingungen und Arbeitsplätze sähen überall so aus wie in Bangladesch, China oder im Kongo.


Warum engagierst du dich innerhalb der gewerkschaftlichen Frauenarbeit?

Von allen Gremien, in denen ich früher mitgearbeitet habe, engagiere ich mich heute – als Rentnerin – nur noch für die Frauenarbeit, weil sie leider immer noch notwendig ist. Alle andere Gremienarbeit habe ich abgegeben, da ich nun Rentnerin bin. Jetzt müssen die Jüngeren für sich kämpfen. Frauenarbeit wird hoffentlich einmal völlig überflüssig werden – das ist unser Ziel. Ohne Engagement geht das leider nicht.

Warum ist für dich internationale Entwicklungspolitik wichtig?

Deutsche Konzerne verhalten sich in den Ländern des Südens sehr viel brutaler als bei uns. Das muss hier deutlich öffentlich gemacht werden – mehr als bisher. Zudem müssen wir unsere Arbeitsplätze mehr im Zusammenhang mit der globalisierten Wirtschaft sehen, damit wir nicht weiter zum Spielball  der internationalen Konzerne werden, die die Belegschaften gegenseitig ausspielen.


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