Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2012

Grußwort von Judith Gövert beim 1. Mai 2012 in Gummersbach

- Es gilt das gesprochene Wort -

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Parteien, Verbände und Institutionen.

Ich begrüße Sie alle recht herzlich im Namen der DGB Region Köln-Bonn zur Mai-Kundgebung hier in Gummersbach. Mein Name ist Judith Gövert. Ich bin die neue Jugendbildungsreferentin dieser DGB-Region und trete damit die Nachfolge von Stephan Otten an. Herzlich begrüßen möchte ich die Kolleginnen und Kollegen aus den Gewerkschaften  aus Gummersbach und dem Oberbergischen Kreis sowie  unseren Mairedner Werner Kusel, den  1. Bevollmächtigten der IG Metall Gummersbach, den Kölner Kabarettisten Robert Griess und die Band „Opa kommt“, die wir bereits gehört haben und noch hören werden. Ein herzliches Willkommen auch denjenigen, die den ersten Mai in Gummersbach mit ihren Infoständen und kulinarischen Spezialitäten begleiten.

Menschen in Europa und vielen anderen Teilen der Welt demonstrieren heute am 1. Mai, am Tag der Arbeit, gemeinsam für ihre Werte und für ihre Rechte: für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Gemeinsam wollen wir: „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit“. Das ist unser Motto für den 1. Mai 2012.
Wenn die führenden Politiker in Europa weiter allein auf Sparmaßnahmen setzen, insbesondere in Ländern, die bereits in Schwierigkeiten sind, dann dürfen wir nicht überrascht sein, wenn die Armut zunimmt und die Ungleichheit zu sozialer und politischer Instabilität führt.

Soziale Ausgrenzung und Unsicherheit bereiten den Weg für populistische Kräfte, die Nationalismus als Allheilmittel propagieren.  Rechtsextreme Gewalt in ganz Europa mahnt uns das freiheitliche und vielfältige Zusammenleben noch stärker zu verteidigen.  Wir müssen Flagge zeigen gegen den Naziterror.

Heute an diesem 1.Mai 2012 demonstrieren zahlreiche Menschen in Bonn gegen den geplanten Neonazi- Aufmarsch. Bonn zeigt, dass es keinen Platz für braune Gesinnungen und nationalistische Hetze hat! Wir schicken euch Bonnern unsere solidarischen Grüße und wünschen Euch viel Erfolg! Der 1. Mai gehört uns!
Lassen Sie mich, bevor ich das Wort weiterreiche, als Jugendbildungsreferentin noch ein paar Worte zur Situation der  jungen Menschen sagen: Vor allem sie sind die Leidtragenden der aktuellen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine ganze Generation an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.
Befristete Verträge sind die Regel. Viele junge Menschen müssen zu Niedriglöhnen, befristet als Praktikanten, in Leiharbeit oder in Mini-Jobs arbeiten.

Wir fordern Qualität in der Ausbildung, die Übernahme nach der Ausbildung, gute, sichere Arbeit und gerechte Löhne. Bildung und Ausbildung entscheiden über Berufs- und Lebenschancen! Hochwertige Kitas, längeres gemeinsames Lernen, Inklusion und erfolgreiches Studieren erfordern gute Lern- und Arbeitsbedingungen. Wir brauchen eine garantierte Beraufsausbildung für alle Jugendlichen. In unserem Bildungssystem muss endlich Chancengleichheit verwirklicht werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, am 13. Mai wählt NRW einen neuen Landtag!
Wir fordern die demokratischen Parteien auf im Wahlkampf die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihrem zentralen Thema zu machen. Nach dem Wahlkampf müssen Taten folgen! Prekäre Beschäftigung muss wirksam bekämpft werden. Leiharbeit, Werkverträge und Mini-Jobs dürfen nicht weiter zum Lohndumping missbraucht werden. Wir brauchen dringend einen Mindestlohn von 8,50 €.  Wir fordern: Sichere und faire Arbeit in NRW! Es muss dafür gesorgt werden,  dass NICHT an Personal, Bildung und sozialen Leistungen gespart wird. Damit unsere gewerkschaftlichen Grundüberzeugungen besser umgesetzt werden, ist es so wichtig, dass wir alle wählen gehen! Geht zur Wahl!

Ich wünsche uns allen einen schönen 1. Mai und übergebe das Wort nun an Werner Kusel!  Vielen Dank!


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