Deutscher Gewerkschaftsbund

11.08.2010
Gewerkschaften haben viele Gesichter

Elisabeth Bürvenich

Elisabeth Bürvenich

Warum bist du in die Gewerkschaft eingetreten?

Als abhängig Beschäftigte wollte ich meine wirtschaftlichen und meine Arbeitsbedingungen schützen und womöglich sogar verbessern.

Wie bist du auf die Gewerkschaft aufmerksam geworden?

Mein damaliger Freund stellte mir immer wieder diese Fragen: Dein Arbeitgeber ist im Arbeitgeberverband. Und du??? Hast du das nicht nötig??? Brauchst du keine Unterstützung??? Brauchst du keine Gewerkschaft??? Bist du allwissend??? Bist du allmächtig??? Lange Diskussionen folgten.

Warum sind Gewerkschaften aus deiner Sicht wichtig?

Ein einzelner Mensch in einem wie auch immer gearteten Beschäftigungsverhältnis ist gegenüber seinen Arbeitgebern in einer schwachen Position und stets auf deren Goodwill angewiesen. Nur in einer mächtigen Gewerkschaft können wir unsere Bedürfnisse sichern und – längerfristig gesehen – unseren Lebensstandard für uns und unsere Familien ausbauen. Das habe ich ein paar Mal am eigenen Leib positiv erfahren.

Wie hat sich Gewerkschaftsarbeit aus deiner Sicht verändert?

Wie die Menschen, so verändern sich die Gewerkschaften ständig. Heute ist es nicht selbstverständlich, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Dementsprechend wird die Gefahr prekärer Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse für immer mehr Menschen immer größer; die Durchsetzung der Arbeitnehmerrechte dementsprechend schwieriger

Wie sähe die (Arbeits-)Welt ohne Gewerkschaften aus?

Das mag ich mir gar nicht vorstellen: Wachsende Armut, Willkür, Sklaventum.

Warum engagierst du dich im Arbeitskreis Bildung?

Mit meiner gewerkschaftspolitischen Bildungsarbeit unterstütze ich die Gewerkschaftsarbeit der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Dienststellen nach dem Grundsatz: „Mach die Themen der Beschäftigten zu Themen der Gewerkschaft!“ und „Wir delegieren unsere Problemlösungen nicht auf andere – wir packen selbst an!“ Das macht allen riesig Spaß und Lust und Laune – und macht stark! Und noch etwas: Gestern wie heute und in Zukunft gilt: „Wissen ist Macht!“


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