Deutscher Gewerkschaftsbund

14.03.2017

Aufruf zum Protest am 22.04.2017 in Köln

Unsere Alternativen zur AfD

Respekt, Solidarität und soziale Gerechtigkeit
gegen Ausgrenzung, Nationalismus und soziale Kälte

Seit Beginn der Gewerkschaftsbewegung gehören Freiheit, Gleichheit und Solidarität zu unseren gewerkschaftlichen Grundwerten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Nur gemeinsam - über nationale Grenzen hinweg, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion - können wir wirksam für mehr soziale Gerechtigkeit kämpfen und die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vertreten.

DGB NRW

DGB NRW

Wir haben noch viel zu tun:

Die soziale Spaltung nimmt zu. Unternehmensgewinne und Kapitalvermögen steigen. Es geht nicht gerecht zu. Das sorgt für Unzufriedenheit und Misstrauen. Zudem gerät die Welt aus den Fugen: Globalisierung, EURO- und Bankenkrise, BREXIT, Krieg und Terrorismus oder die politische Wende in den USA tragen zu einer Verunsicherung bei und erzeugen das Gefühl von Machtlosigkeit.

Vor diesem Hintergrund

bietet die AfD als selbsternannte Alternative falsche Konzepte: Ausgrenzung und Nationalismus sind keine Lösung. Die AfD befeuert Vorurteile und schürt Fremdenfeindlichkeit. Sie stellt sich gegen die Vielfalt von individuellen Lebensentwürfen und Lebensweisen. Sie propagiert ein überholtes Familienbild und ein antiquiertes Bildungssystem. Sie will mit weitreichenden Deregulierungen die Schutzfunktion des Staates einschränken. Sie strebt einen weiteren Sozialabbau und Steuererleichterungen für Reiche an. Die selbsternannte Alternative duldet dabei rassistische Aussagen in ihren Reihen. Ein Teil ihres Führungspersonals sucht demonstrativ die Nähe zu europäischen Rechtspopulisten oder Nationalisten wie Le Pen oder Wilders.

Für uns gilt:

Die AfD ist keine Alternative. Sie ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ihre nationalistische und in weiten Teilen neoliberale Ausrichtung sowie ihr Parteiprogramm widersprechen unseren gewerkschaftlichen Grundwerten und Forderungen.

Lasst uns deutlich machen,

dass Ausgrenzung, Feindbilder und Vorurteile nicht zu sozialer Gerechtigkeit beitragen. Lasst uns für unsere Werte und Ziele eintreten:

  • Arbeitnehmer/innen brauchen ein demokratisches und soziales Europa mit mehr Mitbestimmung und einer effektiven Infrastruktur.
  • Arbeitnehmer/innen brauchen Europa als Garant für Frieden auf unserem Kontinent.
  • Arbeitnehmer/innen wollen, dass die soziale Spaltung in unserem Land bekämpft wird: Equal Pay für Männer und Frauen, Stammbeschäftigte und Leiharbeiter/innen.
  • Arbeitnehmer/innen brauchen effektive soziale Sicherungssysteme, die im Falle von Arbeitslosigkeit und Krankheit wirksam schützen.
  • Arbeitnehmer/innen brauchen eine Rente, die den Lebensstandard sichert und Altersarmut verhindert.
  • Arbeitnehmer/innen brauchen die paritätische Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme. 

Der DGB und seine Gewerkschaften rufen anlässlich des AfD Parteitags im Maritim Hotel Köln zur Demonstration für unsere demokratischen und sozialen Werte auf. Beteiligt Euch an den friedlichen Protesten und Aktionen von Kunst, Kultur, Kirchen, Gewerkschaften und vielen weiteren Gruppen und Initiativen.

Hinweis zum Gewerkschaftsblock:

Die Kölner Gewerkschaften haben einen gemeinsamen Materialwagen organisiert, der als Treffpunkt für den gewerkschaftlichen Block dient. Dieser Wagen kann aber nicht wie ursprünglich geplant auf dem Heumarkt stehen, sondern wird – wie alle anderen Wagen und Musik-LKW – auf dem Alter Markt stehen. Die Ausgabe des Materials (Fahnen, Banner, Warnwesten) wird also auf dem Alter Markt erfolgen. Der Wagen wird durch Banner und Fahnen für alle sichtbar sein. Zusätzlich trägt er die Wagennummer 8.

Bei der Ausgabe des Materials ab 11:00 Uhr werden wir einen Treffpunkt für die Gewerkschaften auf dem Heumarkt kommunizieren.

Den Wagen werden wird auch bei der Demo ab ca. 14:00 Uhr mitführen; Startplatz 8.

Von der Bühne wird die Reihenfolge der Wagen und Musikgruppen angesagt, so dass sich Gewerkschaftsmitglieder, die ggfls. auf dem Platz verteilt sind, im Gewerkschaftsblock einfinden können. Der Gewerkschaftsblock wird gut erkennbar sein, da IG BCE und IG Metall gelbe Warnwesten mit dem Logo von „KSSQ“ und dem eigenen Gewerkschaftslogo produziert haben. Zusätzlich wird das Arbeiterjugendbündnis große Schilder mit der „Gelben Hand“ tragen.

Der Materialwagen wird am Ende der Demo nicht mehr auf den Heumarkt fahren, sondern in Höhe des Doms aus dem Demozug geleitet. Hier besteht die Möglichkeit, Fahnen und Banner zurückzugeben.

Informationen zum Ablauf und zur Anreise:

Ablaufplanung AKTUALISIERT

12:00 Uhr Kundgebung auf dem Heumarkt
14:00 Uhr Demonstration durch die Innenstadt
16:00 Uhr Abschlusskundgebung auf dem Heumarkt

Anreise: AKTUALISIERT

In Köln finden am 22.04. drei große Kundgebungen ("Köln stellt sich quer", "Köln gegen Rechts", Karnevalisten) und zwei Demonstrationszüge ("Köln stellt sich quer", "Köln gegen Rechts") statt. Im Kölner Innenstadtbereich wird es daher massive Verkehrsprobleme geben.

Die Rheinbrücke am Heumarkt / MARITIM-Hotel (Deutzer Brücke) wird voraussichtlich schon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag für Fußgänger/innen, PKWs und Straßenbahnen gesperrt. Die Rheinuferstr. wird wahrscheinlich im Bereich des Maritim-Hotels gesperrt.

Durch die Brückensperrung werden die Straßenbahnlinien 1, 7 und 9 unterbrochen. Die Bahnen enden an den Haltestellen Deutzer Freiheit und Neumarkt.

Besonders für Teilnehmer/innen aus den umliegenden Städten (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Wuppertal usw.) empfehlen wir eindringlich eine Anreise mit der Bahn zum Kölner Hauptbahnhof. Von dort ist es ein kurzer Fußweg von ca. 10 Minuten (1 km) zum Kundgebungsgelände auf dem Heumarkt.

UPDATE: Eine Busanreise ist prinzipiell möglich. Entgegen den ersten Informationen können die Busse NICHT am RheinEnergie-Stadion stehen. Diese Parkplätze sind GESCHLOSSEN UND STEHEN NICHT ZUR VERFÜGUNG.

Als Busparkplatz steht nur der Messeparkplatz P22 zur Verfügung (siehe http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/verkehr/parken/busparkplatz-koelnmesse-p22).

Von dort mit den Straßenbahn-Linien 3 und 4 (Haltestelle Stegerwaldsiedlung) bis zum Neumarkt. Von dort beträgt der Fußweg zum Heumarkt 1 km (ca. 10 Minuten).

Alternativ beträgt der Fußweg vom Busparkplatz P22 zum Kundgebungsgelände Heumarkt ca. 4 km. Wegen der Sperrung der Deutzer Brücke kann nur die Hohenzollernbrücke (Eisenbahnbrücke) genutzt werden.

BUSSE bitte mit dem Anmeldeformular (siehe unten) per Mail an Koeln@DGB.de anmelden, damit wir einen Überblick bekommen, ob die Busparkplätze ausreichen.


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

DGB Köln: Unsere Alternative heisst Respekt, Solidarität und Soziale Gerechtigkeit

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