Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB Bonn/Rhein-Sieg & NRW 2020

04.09.2015

DGB Vorstand begrüßt Transparenz zum Evonik-Logistik-Projekt in Lülsdorf

Ausbaupläne haben viel Potenzial

Um sich aus erster Hand zum geplanten Logistik-Projekt auf dem Firmengelände der Evonik in Niederkassel-Lülsdorf informieren zu lassen, hat der Vorstand des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg zu seiner jüngsten Sitzung den Betriebsratsvorsitzenden, Dirk Müller, eingeladen. Dieser stellte dem Gremium nicht nur die Ausbaupläne vor, sondern blickte auch auf die Firmengeschichte und den enormen Arbeitsplatzabbau der vergangenen Jahre zurück. „In den Hochzeiten waren am Standort 1.600 Menschen beschäftigt. Heute sind es noch gut 500 - die Ausbildungsquote beträgt 10 Prozent“, so Müller.

Der DGB-Vorstand begrüßt die frühzeitige Informationspolitik des Unternehmens zu den Plänen und die angekündigte Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und den Anwohnerinnen und Anwohnern in Lülsdorf. Alle anwesenden Vorstandsmitglieder stehen dem Vorhaben, die auf dem Werksgelände vorhandenen Freiflächen von ca. 50 Hektar nun durch eine Kooperation zwischen Evonik und der Duisport Agency GmbH (Duisburger Hafen) zu nutzen, positiv gegenüber und bezeichnen das Vorhaben als große wirtschaftliche Chance, verbunden mit einen weiteren Zuwachs an Arbeitsplätzen für die Region.

Der Vorsitzende des DGB Bonn/Rhein-Sieg, Ingo Degenhardt, hatte sich bereits nach der großen Bürgerversammlung der SPD, Mitte August, positiv zum Projekt geäußert. Degenhardt und Müller freuen sich nun auch über das einstimmige Votum des Vorstandes, in dem alle acht DGB-Gewerkschaften vertreten sind. „Diesen erschlossenen und als Industriefläche ausgewiesenen Bereich nun adäquat einer Nutzung zuzuführen ist eine gute Entscheidung. Die geplante Ansiedlung eines trimodalen Container-Terminals für den Logistikbereich gibt dem Standort Lülsdorf und den dort Beschäftigten Sicherheit und schafft zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Ausbaupläne haben viel Potenzial“, so Ingo Degenhardt und Dirk Müller übereinstimmend.


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