Deutscher Gewerkschaftsbund

31.03.2016

Köln stellt sich quer: Leitbild und Struktur

Leitbild

Wer wir sind

Im Bündnis „Köln stellt sich quer“ haben sich seit 2008 Vertreterinnen und Vertreter aller großen Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, demokratischer Parteien im Kölner Rat, Vereinen, Verbänden und Bürgerinitiativen zusammen gefunden. Unser gemeinsames Ziel ist es, das demokratische, gleichberechtigte und friedliche Zusammenleben in Köln zu fördern – für Menschenwürde, Vielfalt und Freiheit. Wir treten ein für ein tolerantes und gleichberechtigtes Miteinander und wehren uns gegen jede Form kultureller, sozialer und religiöser Ausgrenzung. Jegliche Formen von Ungleichwertigkeitsvorstellungen, Diffamierung und Gewalt lehnen wir ab.

Wir wollen die demokratische Kultur und eine lebendige Zivilgesellschaft nachhaltig stärken. Wir stehen für ein breites Bündnis, das verschiedene gesellschaftliche Spektren einbindet.

Die unterschiedlichen Mitgliederorganisationen entsenden Vertreterinnen und Vertreter, die ihre vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen einbringen.

Der Umgang innerhalb des Netzwerkes ist respektvoll, transparent und als Dialog auf Augenhöhe angelegt.

Was wir tun

Unsere Aufgabe sehen wir in darin, gemeinsame Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und jegliche Formen von Diskriminierung zu entwickeln und umzusetzen und der Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken. Dieses kann beispielsweise der Protest gegen öffentliche Aktionen der extremen Rechten sein. Dazu gehören auch die Information der Öffentlichkeit, die Aufklärung der Bevölkerung und die Einmischung in die politischen und medialen Diskurse, durch Veranstaltungen, Veröffentlichungen und andere Aktivitäten.

Wir arbeiten mit anderen antirassistischen Bündnissen zusammen und unterstützen Initiativen, die sich in den Stadtteilen gegen Rechtsextremismus, und für eine Willkommenskultur engagieren.

Wir werden aktiv handeln. Wir reflektieren die gemeinsame Arbeit gegen Rechtsextremismus kritisch – auch im Sinne wechselseitiger Lernprozesse.

Mitglieder

Mitglied kann jede Initiative, Organisation, religiöse Gemeinschaft, Partei oder Verein werden, sofern sie sich dem Leitbild von ‚Köln stellt sich quer‘ verpflichtet fühlt, sich aktiv für die beschriebenen Ziele einsetzt und die Aktivitäten des Bündnisses unterstützt. Über Aufnahme oder Ausschluss von Mitgliedern entscheidet das ‚Plenum‘ des Bündnisses.

Jede Mitgliedsorganisation benennt einen festen Ansprechpartner bzw. eine feste Ansprechpartnerin, die bei Abstimmungen in den Plenumssitzungen über eine Stimme verfügen. Zusätzlich können eine beliebige Zahl von weiteren Ansprechpartner/ innen benannt werden, die im Vertretungsfall das Stimmrecht ausüben. Untergliederungen oder Arbeitskreise von Mitgliedsorganisationen können SELBER nicht Mitglied werden. Eine Ausnahme hiervon bilden Jugendorganisationen. Die Mitgliedschaft endet mit Austritt oder Ausschluss.

Plenum

Das ‚Plenum‘ ist die Mitgliederversammlung von ‚Köln stellt sich quer‘. Es trifft sich mindestens zu zwei Sitzungen pro Jahr. Das ‚Plenum‘ ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, sofern die Einladung und Tagesordnung fristgerecht 14 Tage vor dem eigentlichen Termin per Mail verschickt wurde.

Das Plenum entscheidet über Aufbau, Struktur und Selbstverständnis des Bündnisses und bestimmt die Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit. Da das Bündnis ‚Köln stellt sich quer‘ als freier Zusammenschluss agiert, sind diese Beschlüsse möglichst im Konsens zu erzielen. Zusätzlich entscheidet das ‚Plenum‘ über Aufnahme oder Ausschluss von Mitgliedern und wählt den ‚Sprecher/innen-Kreis‘. Hierzu reicht die absolute Mehrheit der Anwesenden. Über die Beschlüsse des ‚Plenums‘ wird ein Protokoll angefertigt.

SprecherInnen-Kreis

Der SprecherInnen-Kreis übernimmt gemeinschaftlich Aufgaben analog zu einem Vereinsvorstand. Er verantwortet das operative Geschäft, beruft die Plenumssitzungen ein und erstellt die Tagesordnung. Er vertritt das Bündnis nach außen. Dem SprecherInnen-Kreis gehören minimal fünf, maximal acht Vertreter/innen an, die auf dem Bündnis-Plenum für die Dauer von jeweils zwei Jahren mit einfacher Mehrheit gewählt werden. In den SprecherInnen-Kreis kann jeweils nur ein/e Vertreter/in eines Bündnis-Mitglieds gewählt werden. Die gewählten Mitglieder sollen dabei möglichst die Breite des Bündnisses wiederspiegeln. Der DGB Köln übernimmt innerhalb des Bündnisses und des Koordinierungskreises die Funktion einer Geschäftsführung.

Unterstützer/innen

Neben den Mitgliedern führt ‚Köln stellt sich quer‘ auch noch eine elektronische Liste mit Unterstützer/innen. Unterstützer/ innen fühlen sich ebenfalls dem Leitbild von ‚Köln stellt sich quer‘ verpflichtet, unterstützen die Arbeit des Bündnisses aber nur punktuell, z.B. bei einer konkreten Veranstaltung. Unterstützer/innen verfügen über kein Stimmrecht. Über die Aufnahme von Unterstützer/innen entscheidet der SprecherInnen-Kreis.

Finanzen (unter Vorbehalt beschlossen)

Jedes Mitglied von ‚Köln stellt sich quer‘ unterstützt die Arbeit des Bündnisses auch finanziell. Die jährliche Unterstützung beträgt mindestens 100,- Euro, kann aber bei Organisationen im Rahmen einer Selbsteinschätzung auf 50,- Euro reduziert werden. Die Kontoführung erfolgt durch den VVN Köln e.V. Die Verantwortung für die Verwendung der Mittel liegt beim SprecherInnen-Kreis. Er ist dem Plenum rechenschaftspflichtig.

März 2016


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Köln stellt sich quer (2016)

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