Deutscher Gewerkschaftsbund

26.12.2017

Betriebsräte für das digitale Zeitalter

einblick Dezember 2017

Von Anfang März bis Ende Mai 2018 sind alle Beschäftigten in Betrieben mit fünf oder mehr Beschäftigten zu den Betriebsratswahlen aufgerufen. Für die Gewählten geht es anschließend darum, den digitalen Wandel in Bahnen zu lenken und den Generationenwechsel in den eigenen Reihen einzuleiten.

Seit Monaten sind EVG, NGG, GEW, IG BAU, IG BCE, ver.di und IG Metall dabei, ihre Mitglieder auf die Betriebsratswahl 2018 vorzubereiten. Auch im Internet steigt das Interesse an der Wahl deutlich. Laut Google Trends, einem Datenportal des Suchmaschinen-Konzerns, steigen die Suchanfragen zur Betriebsratswahl seit September deutlich an. Besonders häufig wird laut Google nach den Begriffen Termin, Wahlvorstand, Wahlordnung, Listenwahl, Fristen und Ablauf gesucht. Ein gutes Zeichen, dass die Betriebsratswahlen auch 2018 wieder ein großes Thema in den Unternehmen sein werden. Mit einer Wahlbeteiligung von 76,9 Prozent lag die letzte Betriebsratswahl 2014 noch vor der Bundestagswahl 2017 mit 76,2 Prozent.

Mit einer Image-Kampagne wollen DGB und Gewerkschaften im kommenden Jahr für eine hohe Wahlbeteiligung und mehr Betriebsräte werben. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann betont: „Betriebsräte sichern gute und faire Arbeitsbedingungen und schützen die Beschäftigten zum Beispiel vor Vorgesetzen, die auch nach Feierabend Erreichbarkeit von ihren Leuten fordern. Das wollen wir mit unserer Kampagne deutlich machen.“ Betriebsräte seien zudem ein entscheidender Standortvorteil – für die Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft.

Studien belegen unter anderem die positiven Effekte der betrieblichen Mitbestimmung: Firmen mit Betriebsräten sind innovativer und fördern die Weiterbildung der Beschäftigten. Das sei angesichts der Digitalisierung in der Arbeitswelt dringend geboten. „Die Belegschaften müssen Schritt halten mit dem rasanten digitalen Wandel, der in vielen Unternehmen stattfindet. Darum brauchen wir mehr Betriebsräte in allen Branchen“, fordert Hoffmann.

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