Deutscher Gewerkschaftsbund

Bezahlbarer Wohnraum für Bonn/Rhein-Sieg

26.06.2018

DGB fordert Masterplan Wohnen

Aufgrund der zunehmenden Wohnungsnot fordert der DGB vor der Ratssitzung am Donnerstag einen Masterplan Wohnen.
„Der prognostizierte Bevölkerungszuwachs, der wachsende Pendlerstrom aus dem Umland und die zunehmende Verknappung von öffentlich gefördertem Wohnraum zeigen die Herausforderungen, vor denen Bonn und das Umland stehen“, erklärt Bernd Weede, Vorsitzender des DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg.
Rainer Bohnet, stellvertretender Vorsitzender des DGB, ergänzt: „Mit einem Masterplan Wohnen hätten alle Akteure eine transparente Planungsbasis und die Stadt ein besseres Steuerungsinstrument." 

Gerade eine bessere kommunale Steuerung ist nach Auffassung von Weede dringend notwendig: „Am Erzbergerufer wurde beispielsweise mit dem Votum für einen Hotelneubau eine falsche Priorität gesetzt. Bonn hat schon ausreichend Hotelbetten - und es werden immer mehr. Deswegen haben wir uns deutlich gegen den Verkauf des Grundstücks ausgesprochen. In Bonn brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum aber keine weiteren Hotels." 

Bohnet ergänzt: „Auch der Vorstoß der Uni-Klinik, die ehemalige Poliklinik an der Wilhelmstraße für Eigenbedarf zu nutzen, zeigt, dass die Stadt einen Masterplan benötigt. Mir erschließt es sich nicht, die Beschäftigten der Klinik rund 8 km von ihrem Arbeitsplatz unterzubringen. Wir haben jetzt schon eine totale Überlastung auf Straßen und Schienen. Sinnvoller wären zum Beispiel Grundstückstausche. Dafür bedarf es aber einer Steuerung und Begleitung durch die Stadt.“ 

Für den DGB Bonn/Rhein-Sieg steht fest: „Der Markt wird die Wohnungsprobleme nicht lösen. Ohne eine stärkere kommunale Steuerung wird sich die Wohnungslage gerade für die Menschen kaum verbessern, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind."


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