Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB Bonn/Rhein-Sieg & NRW 2020

21.08.2015

Standortsicherheit und zusätzliche Arbeitsplätze

DGB sieht in den Ausbauplänen der Evonik in Lülsdorf viel Potenzial

In einem Memorandum des DGB-NRW mit dem Titel „NRW 2020 Gute Arbeit – Nachhaltige Entwicklung heißt es: „NRW ist ein starker Wirtschaftsstandort und zählt zu den Top-Regionen in Europa. NRW hat eine lange Tradition als Industrieland und verfügt über eine starke und zukunftsfähige industrielle Basis und ein weitgefächertes Dienstleistungsangebot.“ Weiter heißt es: “Wir brauchen mehr private und öffentliche Investitionen in die Zukunft unserer Wirtschaft, in moderne Infrastruktur, Bildung und Ausbildung.“ Diese Aussagen nimmt der Vorsitzende des DGB Bonn/Rhein-Sieg, Ingo Degenhardt, zum Anlass, ein erstes positives Votum zu den aktuellen Ausbauplänen der Evonik in Niederkassel-Lülsdorf abzugeben.

Degenhardt, Zuhörer beim ersten Bürgerdialog am vergangenen Montag, zu dem die beiden SPD Bundes- und Landtagsabgeordneten, Sebastian Hartmann und Achim Tüttenberg eingeladen hatten, sieht in dem vorgestellten Konzept in Niederkassel zu investieren, viel Potenzial für eine weitere positive Entwicklung im Rhein-Sieg-Kreis. „Die heutige Evonik hat in den vergangenen Jahren sehr viel Personal abgebaut. Für die nunmehr noch vorhandenen 500 Beschäftigten gilt es die Arbeitsplätze zu sichern, und das nachhaltig. Die auf dem Werksgelände vorhanden Freiflächen von ca. 50 Hektar nun durch eine Kooperation zwischen Evonik und der Duisport Agency GmbH (Duisburger Hafen) zu nutzen, ist eine große wirtschaftliche Chance und schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze für viele Menschen der Region“, sagt der Gewerkschafter. Ingo Degenhardt geht davon aus, dass auch Arbeitsplätze für eher gering Qualifizierte dabei sein werden. „Dieser Bereich ist für die Zukunft vieler Menschen in der Region enorm wichtig“, so Degenhardt.

Die Bedenken zu Lärm und sich erhöhendem Verkehrsaufkommen bei den Anwohnerinnen und Anwohnern kann Degenhardt sehr wohl nachvollziehen, sagt aber: „Wir brauchen Industrie, Dienstleistung und Logistik um auch zukünftig im Wettbewerb mit andern Regionen bestehen zu können, Steuereinnahmen zu generieren, Infrastruktur auszubauen und Menschen in Arbeit und Ausbildung zu bringen.“

Die Pläne, ein trimodales Container-Terminal zu errichten ist aus Gewerkschaftssicht auch verkehrspolitisch eine richtige Entscheidung, werden doch dadurch bereits viele Rohstoffe und Güter direkt von Straße und Schiene auf den Rhein verlagert.


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