Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB-Rentenkampagne 2016/2017

21.07.2016

Rente muss zum Leben reichen

Im Alter arm zu sein - davor haben viele Menschen Angst. Für jeden dritten Rentenversicherten in NRW ist dieses Szenario eine reale Bedrohung. Ursache dafür sind unter anderem eine wachsende Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse und die schrittweise Senkung der Rentenhöhe. Für die Gewerkschaften ist klar: Rente muss zum Leben reichen! Hier finden Sie Positionen und Hintergründe.

Gewerkschaftliche Positionen, Beschlüsse und Konzepte

DGB-Rentenkampagne 2016/17

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 fordert der DGB einen Kurswechsel bei der Rentenpolitik: Rente muss für ein gutes Leben im Alter reichen.

http://rente-muss-reichen.de/ 

Rentenpolitischer Beschluss 2014: „Heute die Rente von morgen sichern“

Die Rente muss zum Leben reichen, das bleibt die zentrale Forderung von DGB und Gewerkschaften. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach betonte: „Rentenpolitik muss immer für jung und alt gemacht werden.“ Einstimmig beschlossen die Delegierten die Anträge zum Thema Rente. Die wichtigsten Anforderungen sind ein stabiles Rentenniveau, flexible Übergänge, starke Betriebsrenten und eine Erwerbstätigenversicherung, an der künftig alle beteiligt werden. Um das Rentenniveau zu sichern, soll eine Demografie-Reserve aufgebaut werden.

http://bundeskongress.dgb.de/++co++4eded082-6dc7-11e4-be9c-52540023ef1a

Rentenkonzept der IG Metall 2016

Die IG Metall fordert einen Strategiewechsel in der Rentenpolitik. In einem ersten Schritt soll der Sinkflug des Rentenniveaus gestoppt werden. In einem nächsten Schritt soll die Rentenentwicklung wieder an die Lohn- und Gehaltsentwicklung gekoppelt und letztlich auch ein neues, höheres Sicherungsziel festgelegt werden. Das geht aus einem Papier hervor, das der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann und das geschäftsführende IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban am 20. Juli 2016 vorlegten. Das Konzept unter der Überschrift "Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung" sieht zudem den Ausbau der Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung vor.

https://www.igmetall.de/docs_20160720_2016_07_20_Broschuere_Rentenkonzept_579ea4badb20bed25c7f1810e2984a60bd6f75d1.pdf

DGB-Rentenkonzept 2012

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat 2012 ein Rentenkonzept vorgelegt, mit dem das Rentenniveau auch dann gesichert werden kann, wenn der Rentenbeitrag – wie gesetzlich vorgesehen – auf 22 Prozent im Jahr 2030 begrenzt wird. Der DGB legt sich damit nicht auf diese Beitragshöhe fest, sondern zeigt auf, dass selbst unter diesen Bedingungen erhebliche Spielräume entstehen, um die Rente der Zukunft zu sichern.

http://www.dgb.de/presse/++co++d160fbda-b93c-11e1-4348-00188b4dc422

Zahlen, Daten, Fakten

Auswege aus der Altersarmut

"Das am Leistungsprinzip orientierte Alterssicherungssystem wird flexiblen und prekären Erwerbsverläufen immer weniger gerecht", sagt Karin Schulze-Buschoff, Arbeitsmarktexpertin am WSI der Hans-Böckler-Stiftung. Neue Wege sind notwendig.

http://www.boeckler.de/43970_43982.htm

DGB NRW Rentenreport:

Auf Grundlage des Datenmaterials der Deutschen Rentenversicherung Rheinland erstellt der DGB NRW regelmäßig einen Bericht, der interessante und vor allem erschreckende Erkenntnisse über die Rentenentwicklung in Nordrhein-Westfalen bietet.

Rentenreport 2012: http://nrw.dgb.de/presse-und-social-media/++co++54ec57ec-f696-11e1-aa0b-00188b4dc422

Rentenreport 2014: http://nrw.dgb.de/presse-und-social-media/++co++016b649a-2c32-11e4-947d-52540023ef1a

Wen die Altersarmut trifft

Millionen sind von Altersarmut bedroht. Eine umfangreiche Studie gibt Aufschlüsse über zentrale Armutsrisiken und Risikogruppen. Die Studie gewährt Einblick in die unterschiedlichen Risiken und Biografiemuster, die zur Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter geführt haben.

http://www.boeckler.de/65115_65141.htm

Tiefe Kluft zwischen Frauen und Männern bei der Rente

Der Lohnrückstand von Frauen ist in Deutschland mit konstant 22 Prozent sehr groß im europäischen Vergleich. Doch schaut man auf die Renten, fällt der Abstand noch weitaus gravierender aus. In einer neuen Auswertung aktueller Daten aus dem WSI GenderDatenPortal wird dokumentiert, welche Unterschiede es bei der Alterssicherung zwischen Frauen und Männern gibt.

http://www.boeckler.de/63056_64193.htm

Risiko Altersarmut: Immer mehr qualifizierte Beschäftigte im Niedriglohnsektor

Wer weniger als 2.500 Euro brutto pro Monat verdient, dem droht selbst nach 35 Jahren Vollzeitbeschäftigung Altersarmut. Diese könnte zum Massenphänomen werden. Denn laut einer aktuellen DGB-Studie rutschen immer mehr sozialversicherte Beschäftigte mit Vollzeitjob und Berufsabschluss in den Niedriglohnbereich.

http://www.dgb.de/themen/++co++ad7aedf2-33c1-11e2-ab3a-00188b4dc422


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