Deutscher Gewerkschaftsbund

14.06.2019

Diskussion zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen radikal gerecht? Aus meiner Sicht: NEIN. Es schafft weniger soziale Sicherheit; Es ist keine Lösung gegen die negativen Folgen von Globalisierung, gegen Steuerflucht und Kasinokapitalismus; Es hilft nicht gegen die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt.

Thomas Straubhaar (Uni Hamburg) ist anderer Auffassung. Das BGE sei liberal, effektiv und gerecht – so schreibt er es in seinem Buch „Radikal gerecht“.

Und für Claus Leggewie (Uni Bochum), Moderator unserer kontroversen Diskussion, die von der Körber-Stiftung und der Kölner Stadtbibliothek am 13.06.2019 organisiert wurde, ist das BGE eine gesellschaftliche Utopie.

Mein Fazit nach der Diskussion: Das BGE nach den Konzepten von Straubhaar oder Götz Werner ist weder solidarisch noch emanzipatorisch. Es schleift den Sozialstaat. Die Zeche zahlt - wie häufig – die „Mittelschicht“.


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Jörg Mährle

Jörg Mährle

Jörg Mährle

 

Jörg Mährle arbeitet seit 2000 beim DGB in verschiedenen Funktionen. Seit 12/2017 ist er Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn. Vorher hat er erfolgreich eine kaufmännische Ausbildung in einem Handwerksbetrieb sowie ein Magisterstudium (Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Geografie) abgeschlossen. Er wurde 1966 in Kiel geboren.


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