Deutscher Gewerkschaftsbund

31.05.2019

Rettet den Einzelhandel

Nachhaltige Lösungen für Gute Arbeit und einen zukunftsfähigen stationären Einzelhandel

Der Einzelhandel steht unter massivem Druck. Die Konkurrenzsituation untereinander ist groß. Der Onlinehandel verstärkt den Preisdruck und zieht Umsätze ab. Ständig steigende Preise für Gewerbeimmobilien in gefragten Lagen erhöhen den Kostendruck. Gleiches gilt für Mietneben- und Energiekosten.

Leidtragende dieser Situation sind häufig die Beschäftigten im aeinzelhsndel. Hier lassen sich aus Unternehmenssicht relativ einfach Kosten einsparen. Die Folgen: Immer weniger Arbeitnehmer/innen werden nach Tarif bezahlt. Der Anteil von prekärer Beschäftigung - Minijobs, Befristung, erzwungene Teilzeit mit Arbeit auf Abruf, Tätigkeiten durch Subunternehmen - nimmt ständig zu.

Einzelhandel und Beschäftigte brauchen eine Zukunftsperspektive. Diese kann es nur geben, wenn es gelingt, die Mietbelastungen durch eine wirksame Mietpreisbremse für Gewerbeimmobilien zu reduzieren. Außerdem ist es notwendig, die Tarifbindung zu stärken und die großen Online-Player, die sich seit Jahren weigern, Tarifverträge abzuschließen, über erleichterte Allgemeinverbindlichkeitserklärungen zu einer tariflichen Entlohnung zu zwingen. Und schließlich müssen die Steuerschlupflöcher, geschlossen werden, die vor allem international agierende (Online-) Händler nutzen.

 


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Jörg Mährle

Jörg Mährle

Jörg Mährle

 

Jörg Mährle arbeitet seit 2000 beim DGB in verschiedenen Funktionen. Seit 12/2017 ist er Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn. Vorher hat er erfolgreich eine kaufmännische Ausbildung in einem Handwerksbetrieb sowie ein Magisterstudium (Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Geografie) abgeschlossen. Er wurde 1966 in Kiel geboren.


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