Deutscher Gewerkschaftsbund

20.09.2019

Klima- und Umweltschutz konsequent, schnell, sozial und fair vorantreiben

Alle seriösen Forschungen zeigen, dass der Klimawandel massiv voranschreitet – mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt. Sie belegen, dass die bisherigen Bemühungen – beispielsweise der Ausbau regenerativer Energien – bei weitem nicht ausreichen, um spürbare Fortschritte im Klima- und Umweltschutz zu erzielen. Deswegen setzen sich die DGB-Gewerkschaften für eine ambitioniertere und konsequentere Klimaschutzpolitik ein.

Die Lage ist ernst und der Handlungsdruck hoch! Es gibt aber keine einfachen Lösungen. Aktionismus und Symbolpolitik helfen nicht weiter. Deutschland darf die politisch gesetzten Klima- und Umweltziele nicht zu Lasten anderer Staaten verfolgen, wie es aktuell durch den Ausbau der E-Mobilität passiert. Klimapolitische Maßnahmen müssen auch auf ihre Wirkungen auf andere Politikfelder bewertet werden. Zusätzliche energetische Vorschriften für den Wohnungsbau können beispielsweise den Bau von dringend benötigten Wohnraum weiter behindern.

Maßnahmen gegen den Klimawandel müssen nachhaltig und gerecht gestaltet sein. Sie dürfen niemanden zurücklassen. Es geht um den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit einem Paket aus einer ambitionierten Klimaschutzpolitik und einer aktiven Strukturpolitik besteht die große Chancen für neue und nachhaltige Beschäftigung und Gute Arbeit. Arbeit und Umwelt sind kein Gegensatz!

Die „Fridays for Future“-Bewegung hat der langjährigen Klima-Diskussion einen neuen Schub gegeben. Mit neuen Aktionsformen und zugespitzten Forderungen hat sie eine breite gesellschaftliche Diskussion entfacht und das Bewusstsein für dringend notwendige Veränderungen geschärft. Jetzt kommt es darauf an, diesen „Schub“ für demokratische Aushandlungs- und Abwägungsprozesse zu nutzen.


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Jörg Mährle

Jörg Mährle

Jörg Mährle

 

Jörg Mährle arbeitet seit 2000 beim DGB in verschiedenen Funktionen. Seit 12/2017 ist er Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn. Vorher hat er erfolgreich eine kaufmännische Ausbildung in einem Handwerksbetrieb sowie ein Magisterstudium (Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Geografie) abgeschlossen. Er wurde 1966 in Kiel geboren.


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