Deutscher Gewerkschaftsbund

28.06.2019

Godorfer Hafen

Nach langem Stillstand hat sich das selbsternannte Kölner Gestaltungsbündnis aus CDU und Grünen, darauf verständigt, den geplanten Ausbau des Godorfer Hafens zu beerdigen. Der Ausbau sei ökonomisch und ökologisch unsinnig. Mit den bestehenden Häfen im Kölner Norden und in Bonn sowie dem geplanten Hafen in Niederkassel gebe es ausreichend Kapazitäten. Der Ausbau komme einer Fehlinvestition gleich. Zudem habe sich die HGK auch von dem Bau verabschiedet.
 
Klar ist: Die HGK konnte in den letzten Jahren den Ausbau nicht vorantreiben, da die Stadt als Eigentümerin keine klare Position hatte. In der letzten „Hafenzeitung“ der HGK ist das klar beschrieben: „Der geplante Ausbau um ein viertes Hafenbecken, an dem ein Container-Terminal entstehen könnte, wird vom derzeitigen Ratsbündnis im Kölner Stadtrat nicht weiterverfolgt.“
 
Ist der Ausbau ökonomisch unsinnig? Die HGK hätte sich auf das Projekt nicht eingelassen, wenn es sich nicht rechnet. Die Industriebetriebe im linksrheinischen Kölner Süden haben Bedarfe.
 
Ist der Ausbau ökologisch unsinnig, wie behauptet? Die Verkehrsbelastung mit PKW und Lieferverkehr in der Stadt ist extrem hoch. Es droht ein Dieselfahrverbot, weil an einzelnen Messstellen Grenzwerte nicht eingehalten werden. Mit dem Ausbau des Godorfer Hafens könnten rund 50.000 LKW-Fahrten pro Jahr entfallen. Anders gesagt: Der Ausbau könnte Bestandteil der angestrebten Mobilitätswende sei. Außerdem wurden und werden ökologische Ausgleichsmaßnahmen für den Flächenverbrauch durchgeführt.
 
Mein Fazit: Die Argumente für die Entscheidung von CDU und Grünen überzeugen nicht.


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Jörg Mährle

Jörg Mährle

Jörg Mährle

 

Jörg Mährle arbeitet seit 2000 beim DGB in verschiedenen Funktionen. Seit 12/2017 ist er Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn. Vorher hat er erfolgreich eine kaufmännische Ausbildung in einem Handwerksbetrieb sowie ein Magisterstudium (Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Geografie) abgeschlossen. Er wurde 1966 in Kiel geboren.


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