Deutscher Gewerkschaftsbund

PM GEW Köln - 15.02.2021

Erneut 695 Ablehnungen – mehr Gesamtschulen für Köln

Es ist kein Zufall. Es ist vorhersehbar für die Politik und für die Schulverwaltung – deshalb wird die Anmeldung an den Gesamtschulen vorgezogen. Es ist keine gewollte Ablehnung durch die Gesamtschulen. Es gibt nicht genügend Gesamtschulplätze in Köln. Es ist die zynische Systematik der Ablehnungen, die seit über 15 Jahren in Köln praktiziert wird.

Die Fakten:

An den Ablehnungszahlen der letzten Jahre ist erkennbar, dass der Elternwille derjenigen, die ihre Kinder an einer Gesamtschule anmelden, weniger Gehör findet als bei den anderen Schulformen. Dort konnten alle Schulformwünsche immer erfüllt werden!

Seit 2006/07 bis zum letzten Schuljahr 2020/21 konnten insgesamt 11.395 Schüler*innen nicht an Gesamtschulen aufgenommen werden, weil die Kapazitäten nicht ausreichen. Vielen Kindern wurden dadurch bessere Chancen im gemeinsamen Lernen und gute Abschlüsse verwehrt.

Jedes Schuljahr konnten und können die Schulentwicklungsplaner*innen an den Ablehnungszahlen ablesen, dass es zu wenige Gesamtschulen in Köln gibt. So auch zum neuen Schuljahr 2021/22: Wieder müssen 695 Schüler*innen, deren Eltern sich bewusst für eine Gesamtschule entschieden haben, abgelehnt werden.

Klaus Minartz vom Arbeitskreis Schulentwicklung der GEW Köln: „Jetzt sind 12.090 Ablehnungen in 15 Jahren an Gesamtschulen die bittere Bilanz. Und noch immer findet man in den Schulentwicklungsplänen und den Schulbauvorhaben nur unzureichende Maßnahmen. Wann endlich werden Konsequenzen aus dieser jahrelangen Missachtung des Elternwillens gezogen?“

GEW fordert kurzfristig 4 neue Gesamtschulen

Deshalb fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Köln eine notwendige Korrektur geplanter Baumaßnahmen. Es müssen nicht – wie im aktuellen Schulentwicklungsplan vorgesehen – drei neue Gymnasien und drei neue Gesamtschulen in kürzester Zeit gebaut werden. Um dem Elternwillen nicht nur verbal sondern real gerecht zu werden, benötigt Köln so schnell wie möglich mindestens vier neue Gesamtschulen und zwei neue Gymnasien.

Rondorf braucht eine Gesamtschule statt eines Gymnasiums. In Lindenthal soll eine neue Gesamtschule in der Zusestraße errichtet werden, da das bisher geplante Gymnasium in Widdersdorf im Gebäude der ehemaligen Internationalen Friedensschule seinen Platz gefunden hat. In Ossendorf muss der Bau der geplanten Gesamtschule zügiger erfolgen als bisher geplant. In Kalk sollten die Planungen und der Bau einer neuen Gesamtschule beschleunigt werden.

Arbeitskreis Schulentwicklung der GEW Köln
Quelle: https://koeln.gew-nrw.de


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