Deutscher Gewerkschaftsbund

PM IG Metall - 29.01.2015

IG Metall: Erfolgreicher Warnstreikauftakt

1930 Arbeitnehmer legten in fünf Betrieben nach Ablauf der Friedenspflicht die Arbeit nieder

Pünktlich mit Ablauf der Friedenspflicht traten ab Mitternacht die Beschäftigten der Nachtschicht mehrerer Kölner Betriebe in den Warnstreik. Bei Hagel und Sturm formierten sich die Fordler aus der Fiesta-Produktion, der Getriebeproduktion und anderen Bereichen zu Demonstrationszügen mit hellflackernden Fackeln zum Kreisel. Dort kritisierten Benjamin Gruschka (Vertrauenskörperleiter der Ford-Werke AG) und Witich Roßmann (1. Bevollmächtigter IG Metall Köln-Leverkusen), dass noch völlig unzureichende Arbeitgeberangebot. Witich Roßmann:“2,2 Prozent ist zwar ein Einstieg aber noch weit weg von den Forderungen der IG Metall. Aber besonders empörend empfinden wir, dass die Arbeitgeber den Anspruch auf Altersteilzeit von vier Prozent der Beschäftigten auf zwei Prozent halbieren wollen. Wir lassen die Altersteilzeit nicht zu einem Abwrackinstrument für gesundheitlich ruinierte Arbeitnehmer degradieren.“

Besonders viel Applaus erhielt der Vorsitzende Jugendvertretung der Ford-Werke AG und Mitglied der Verhandlungskommission, David Lüdtke für die Forderung nach Bildungsteilzeit.

Bei Federal Mogul in Burscheid legten 250 Arbeitnehmer der Nachtschicht in Werk 1 und Werk 2 die Arbeit nieder und zogen in Demonstrationszügen aus dem Werk. Nicole Ilbertz (Betriebsratsvorsitzende) und Dieter Kolsch (Geschäftsführer der IG Metall Köln-Leverkusen) informierten auf den Streikkundgebungen vor dem Tor über die Arbeitgeberangebote. Auch hier helle Empörung bei dem Rückschritt der Altersteilzeit, denn bei Federal Mogul arbeiten viele Arbeitnehmer in der Gießerei unter harten Arbeitsbedingungen.

90 Beschäftigte der Nachtschicht im Ford Ersatzteilzentrum legten ebenfalls die Arbeit nieder. Hier informierte Lothar Antonio (Vertrauenskörperleiter und Mitglied Tarifkommission NRW):“Die Arbeitgeber kennen offensichtlich die Realität nicht. Die Arbeitnehmer werden nicht immer gesünder, sondern ihre Arbeit wird immer belastender. Die Gesundheitsgefährdungen nehmen immer zu. Deshalb brauchen wir flexible Ausstiegsmodelle vor der Rente.“

Auch bei Geberit Mapress und der Deutz AG im Werk Deutz legte die Nachtschicht die Arbeit nieder und diskutierten gemeinsam mit Wolfgang Rasten (2. Bevollmächtigter) und Sabine Beutert (IG Metall Köln-Leverkusen) kritisch die Angebote der Arbeitgeber.

Dr. Witich Roßmann
IG Metall Köln-Leverkusen
Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln
Internet: www.koeln-leverkusen.igmetall.de


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