Deutscher Gewerkschaftsbund

PM DGB-NRW - 24.05.2012

DGB NRW: Junge Beschäftigte arbeiten viel und verdienen wenig

Hohe Belastung, niedrige Löhne und unsichere Beschäftigungsverhältnisse prägen den Arbeitsalltag vieler unter 35-Jähriger in NRW. Das ergab eine Studie der DGB-Jugend zur Arbeitsqualität aus Sicht junger Beschäftigter, die heute in Berlin vorgestellt wird und auch Daten für Nordrhein-Westfalen liefert. Anke Unger, Landesjugendsekretärin des DGB Bezirks NRW, nannte die Ergebnisse „alarmierend“. Die Untersuchung zeige, dass die Arbeitsbelastung in vielen Fällen deutlich zu hoch sei. „Fast die Hälfte der Befragten geben an, dass sich ihre Arbeit zunehmend intensiviert“, so Unger. „Im Schnitt leisten junge Beschäftigte in NRW jede Woche sieben Überstunden.“

Zudem bezeichnen 45 Prozent der unter 35-Jährigen ihre Einkommenssituation als negativ oder eher negativ. Acht Prozent haben außerdem akute Sorge, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. „Leider kann man die junge Generation immer noch als Generation prekär bezeichnen“, sagt Unger und zieht ein Fazit der Studie: „Unter den gegenwärtigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente durchzuhalten, wird für viele der Befragten kaum möglich sein. Daher müssen wir dringend umsteuern hin zu Guter Arbeit mit fairen Löhnen und sicherer Beschäftigung.“ Dazu gehöre zum Beispiel ein Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro die Stunde, die Gleichbezahlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaft sowie ein Verzicht auf sachgrundlose Befristungen.

In der bundesweiten Studie „Index Gute Arbeit für junge Beschäftigte“ wurden 1.238 abhängig Beschäftigte unter 35 Jahren aus allen Branchen, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen, Betriebsgrößen, Wirtschaftszweigen und Beschäftigungsformen befragt. Die bundesweite Studie und die Auswertung für Nordrhein-Westfalen können Sie hier herunterladen:

Julia Stöcklein
Pressesprecherin

Deutscher Gewerkschaftsbund NRW
Abt. Grundsatz/Presse/Medienpolitik
Friedrich-Ebert-Straße 34-38
40210 Düsseldorf


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