Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 026/16 - 28.04.2016
Tag der Arbeit

DGB Köln: Demonstration und Kundgebung für Menschenwürde und Solidarität

Mehr Solidarität und die Achtung der Menschenwürde fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bei seiner diesjährigen Demonstration und Kundgebung am 1. Mai in Köln.

„Es ist offensichtlich, dass die Gesellschaft auseinander driftet," so der Kölner DGB-Vorsitzende Andreas Kossiski, „die wachsende Polarisierung, bewusste Eskalationen, populistische Stammtischparolen und die Zunahme rechtsextremistischer Gewalttaten sind Zeichen einer gesellschaftlichen Spaltung und eines bedrohlichen Werteverfalls, denen wir entschieden begegnen müssen. Die Würde des Menschen ist unantastbar! Nicht die Geflüchteten sind das Problem, sondern die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland, in Europa und in der Welt."

Ungerechtigkeit fängt nach Auffassung von Andreas Kossiski schon im Kleinen an: Bei den einseitigen Krankenkassen-Zusatzbeiträgen für Beschäftigte. Hier haben die Kölner Gewerkschaften innerhalb kurzer Zeit fast 30.000 Unterschriften für die Forderung nach der Rückkehr zur paritätischen Finanzierung gesammelt.

Ungerechtigkeit greift nach Überzeugung des Kölner DGB-Vorsitzenden aber auch tief in das Leben der Menschen ein: „Wenn steigende Mieten zu einer Verdrängung auf dem Wohnungsmarkt führen, der Arbeitslohn einer Vollzeitstelle nicht zum Leben reicht oder Altersarmut trotz langjähriger Rentenversicherungsbeiträge droht, wird die Würde des Einzelnen angegriffen. Und wenn dann auch noch Manager-Boni unermesslich steigen und Briefkastenfirmen in Panama sprießen, ist das Maß übervoll.“

Andreas Kossiski: „Geflüchtete dürfen nicht zu ‚Sündenböcken‘ einer verfehlten Politik gemacht werden. Wir werden mit unserer Maiveranstaltung unter dem Motto ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ dem Hass und der Gewalt eine klare Haltung entgegenstellen. Und wir werden deutlich machen, wo die eigentlichen Probleme liegen. Die Schere zwischen Reich und Arm wird immer größer. Dies gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir brauchen mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, Schwachen und Starken.“

Aber auch Europa ist nach Auffassung des Kölner DGB-Vorsitzenden in Gefahr: „Nationale Egoismen verhindern eine solidarische Politik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die europäische Wirtschaftskrise ist nicht überwunden; Arbeitslosigkeit und Sozialabbau beherrschen viele Länder Europas und in der Flüchtlingspolitik gibt es kein gemeinsames Handeln.“ Deswegen haben die Kölner Gewerkschaften den stellvertretenden Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), Peter Scherrer, als Mairedner eingeladen. Scherrer kämpft an der Spitze des EGB für ein soziales, gerechtes und solidarisches Europa. Nach seiner Überzeugung ist der Zusammenhalt der europäischen Gewerkschaften in der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Krise von zentraler Bedeutung.

Die Demonstration der Kölner Gewerkschaften startet um 12:00 Uhr (Aufstellung 11:30 Uhr) am Hans-Böckler-Platz. Der Demonstrationsweg führt durch die Innenstadt zum Heumarkt. Um 13:00 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Heumarkt. Im Anschluss findet ein Kultur- und Familienfest statt. Über 60 Vereine, Organisationen und Initiativen werden sich mit Informationsständen präsentieren. Im Kulturprogramm treten die beiden Kölner Kabarettisten Wilfried Schmickler und Robert Griess auf. Musikalisch wird das Programm von der Gruppe Ballhaus begleitet. Weitere Informationen zur Kundgebung unter www.Koeln-Bonn.DGB.de

Hinweise für die Presseberichterstattung am 1. Mai:
Die Mai-Reden erhalten Sie in gedruckter Fassung am Informationsstand des DGB (Standort: Zelt am Treppenhaus, links vor der Bühne). Bitte melden Sie sich dort für Interviewanfragen.


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