Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 025/16 - 27.04.2016

Tag der Arbeit in Siegburg

DGB-Kundgebung mit Wilfried Schmickler

Die Gewerkschaften demonstrieren zum Tag der Arbeit 2016 für mehr Solidarität – zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, Schwachen und Starken.

„Misstrauen und Rassismus, Gewalt und Anschläge, Eskalation statt Kompromiss. Die gesellschaftliche Stimmung ist sehr aufgeladen. Die neoliberalen Ideen zur Krisenbewältigung waren nicht erfolgreich. Die Antwort darf jetzt nur noch heißen: Soziale Gerechtigkeit! Das Motto der Gewerkschaften zum 1. Mai 2016 ist deshalb sehr gut gewählt: Zeit für mehr Solidarität! Es ist an der Zeit für mehr Solidarität, und wir brauchen Zeit für mehr Solidarität!“, erklärt Judith Gövert, Gewerkschaftssekretärin des DGB Köln-Bonn, die die Maikundgebung vor dem Siegburger Gewerkschaftshaus eröffnen wird.

Michael Korsmeier, Geschäftsführer und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg und diesjähriger Mairedner in Siegburg konstatiert: „Der 1. Mai, der Tag der Arbeit ist historisch geprägt über die Einführung des Acht-Stunden Arbeitstages. Die Auseinandersetzung nach mehr Selbstbestimmung in der Arbeitszeit geht in eine neue Runde. Neue Zeiten brauchen neue Antworten. Das Bild von Arbeit an dem wir uns tarif- und betriebspolitisch orientieren, benötigt dringend eine Modernisierung. Es wird Zeit, dass wir unsere Zeit zurückgewinnen.“

Korsmeier wird auch die anstehenden Tarifrunden in der Metall- und Elektroindustrie zum Thema machen: „Die Beschäftigten sollen eine angemessene Tariferhöhung erhalten. Fünf Prozent für 12 Monate lautet die Forderung. Die Forderungsbegründung orientiert sich an gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen: Zielinflationsrate, Trendproduktivität und einer Umverteilungskomponente. Der Arbeitgeberverband hat bis jetzt nur ein Angebot von 0,9% mehr Entgelt und 0,3% Einmalzahlung vorgelegt. Diese Provokation werden wir nicht akzeptieren. Wir sind bereit unserer Forderung mit Warnstreik Nachdruck zu verleihen“, erklärt der Geschäftsführer der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg.

Korsmeier: „Darüber hinaus trägt die IG Metall mit ihrer Entgeltpolitik Verantwortung für alle Beschäftigten der Branche. Die Tarifbewegung hat neben der Entgeltforderung auch den Schwerpunkt mehr Unternehmen an den Tarifvertrag zu binden. Tarifbindung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch eine Frage der ökonomischen Vernunft. Denn Unternehmen, die aus der Tarifgemeinschaft aussteigen, stehlen sich aus der Verantwortung. Sie versuchen, sich auf Kosten der Belegschaft einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Aber die Lohnspirale nach unten hat noch nie Standorte gesichert. Nur Innovative Unternehmen werden ihren Beschäftigten eine Zukunftsperspektive bieten können.“

Die Siegburger Kundgebung beginnt um 11 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus auf der Kaiserstraße. Nach der Mairede von Michael Korsmeier, gibt es politisches Kabarett mit Wilfried Schmickler. Das Familienfest wird musikalisch begleitet mit der Band „RockHouse“. Die Kleinen erwartet ein Kinderkarussell und für das leibliche Wohl werden internationale Speisen angeboten.

Aufruf des DGB zum Tag der Arbeit 2016: http://koeln-bonn.dgb.de/-/V5b
Maizeitung der DGB Region Köln-Bonn: http://koeln-bonn.dgb.de/-/VK4


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