Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2010/14 - 24.03.2010
DGB-Region Köln-Bonn

Equal-Pay-Day

Am Freitag, den 26. März 2010, findet der „Equal Pay Day“ statt. Der „Equal Pay Day“ markiert den Zeitraum, den Frauen im Jahr arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche (Vor-)Jahresgehalt von Männern zu kommen. Im Vorjahr betrug die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern 23 %. Daher fällt der „Equal Pay Day“ in diesem Jahr auf den 26. März.

Bereits in den ersten Berufsjahren bekommen Frauen deutlich weniger Lohn und Gehalt als Männer – im Laufe des Berufslebens wächst die Entgeltlücke noch weiter. Eine Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2009 zeigt: Frauen mit bis zu drei Berufsjahren bekommen im Durchschnitt 18,7 % weniger als ihre Kollegen. Im Verlauf des Berufslebens wachsen die Unterschiede noch weiter. Frauen zwischen vier und zehn Berufsjahren bekommen im Durchschnitt bereits 21,8 % weniger als ihre Kollegen. Die Entgeltlücke steigt somit mit der Beschäftigungszeit. Die Benachteiligung von Frauen ist besonders groß in den Berufen der Nahrungsmittelverarbeitung sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe. Hier erhalten sie regelmäßig nicht mal 80 % des Männerge-haltes. In IT-Berufen und der Energie- und Wasserwirtschaft fällt die Lücke deutlich geringer aus.

Die DGB-Frauen möchten den „Equal Pay Day“ nutzen, um auf die Entgeltungleich-heiten zwischen den Geschlechtern aufmerksam zu machen.

Eva Pohl, Vorsitzende des DGB-Regionsfrauenausschuss Köln erklärt: „Was die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern betrifft, ist Deutschland im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten rückständig. Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern beträgt wie in den vergangenen Jahren 23%. Die DGB-Frauen fordern, die Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung zwischen den Geschlechtern abszuschaffen.“

Um mehr Entgeltgleicheit zu erreichen, fordert der DGB:

  • gesetzliche Regelungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft,
  • eine gesetzliche Quotierung für Aufsichtsräte von 40 %,
  • das Recht auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr,
  • und die Einführung existenzsichernder gesetzlicher Mindestlöhne.

Der Equal Pay wurde durch ein bundesweites Aktionsbündnis ins Leben gerufen. Dieses besteht aus der Bundesarbeitsgemeinschaft des kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitge-berverbände (BDA), dem Frauennetzwerk Business und Professional Women (BpW) Germany, dem Deutschen Frauenrat (DF), in dem auch der DGB vertreten ist – und dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU).

Am 26. März 2010 wird es bundesweit viele Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern geben. Die Initiative „Rote Taschen“ wurde ins Leben gerufen, um auf die roten Zahlen im Portemannie der Frauen aufmerksam zu machen.

Wir rufen alle Frauen dazu auf, am „Equal Pay Day“ mit roten Taschen auf die Straße zu gehen, und sich an den Aktivitäten und Veranstaltungen rund um den
26. März 2010 zu beteiligen.

Aktionen in der Stadt Köln:

Am Freitag, den 26.3. findet von 10 bis 13 Uhr eine Straßenaktion auf der Schildergasse (Brunnen vor dem Kaufhof) statt. Veranstalter sind das Amt für Gleichstellung der Stadt Köln, Bpw Köln und der Kölner Zontas Clubs. Die Aktion wird vom DGB-Regionsfrauenausschuss Köln unterstützt. Gewerkschafterinnen werden im Rahmen der Straßenaktion Informationsmaterial des DGB und der Gewerkschaften an dem Infostand verteilen.


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