Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2010/62 - 07.12.2010
DGB Bonn/Rhein-Sieg

DGB-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg fordert regionalen Ausbildungsreport

Einstimmig haben sich die Vorstandsmitglieder des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg in ihrer jüngsten Sitzung für eine aussagekräftige und umfassende regionale Ausbildungsmarktstatistik ausgesprochen. Dazu wurde folgende Resolution verabschiedet.

„Bundesweit bewerben sich jährlich hunderttausende Jugendliche erfolglos um einen Ausbildungsplatz und werden im sogenannten ‚Übergangssystem’ u.a. in Warteschleifen zwischen Schule und Beruf versorgt – ohne das sie eine vollqualifizierte Ausbildung beginnen können. Dieses System ist nicht effektiv, zudem teuer und bietet den Absolventinnen und Absolventen kaum Perspektiven“, so ein Auszug aus dem DGB-Papier.

Ingo Degenhardt, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg, bewertet die offizielle Datenlage seit langem als äußerst unzureichend. „Die Zahlen, die jeweils am Ende eines Berichtsjahres in die Öffentlichkeit getragen werden, spiegeln nicht die reale Situation wider. Wichtige Teilbereiche finden keine Berücksichtigung und verfälschen somit die Wirklichkeit. Um die richtigen und zukunftsweisenden Entscheidungen beim Übergang von Schule zum Beruf treffen zu können, ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Ausbildungsplatzthematik unabdingbar. Für eine qualitative Bewertung fehlen hier wesentliche und wichtige Informationen. Daher setzen wir uns für die Erstellung eines jährlich fortzuschreibenden regionalen Ausbildungsreportes ein.“

Wenn im Zuge des demographischen Wandels und bei steigendem Fachkräftebedarf alle jungen Menschen gebraucht werden, dann ist umfangreiches Datenmaterial für eine Analyse notwendig. Die vorhandenen Potentiale der jungen Menschen müssen nach der Schulzeit so gefördert werden, dass der/die Einzelne den größtmöglichen Nutzen davon tragen kann und Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen profitieren können.

Der DGB erkennt in seiner Stellungnahme ausdrücklich die bisher erfolgten Bemühungen der regionalen Akteure beim Übergang Schule/Beruf an und bewertet das bisher Erreichte als äußerst positiv. „Jedoch sind die positiven Daten aus dem Verhältnis der gemeldeten Ausbildungsstellen und der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber sowie die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge seitens der IHK und der Handwerkskammer, für sich allein genommen, nur eine Seite der Medaille“, sagt Ingo Degenhardt. „Ein regionaler Ausbildungsreport ist notwendig. Die dadurch gewonnenen Ergebnisse können helfen, die Fachkräfte von morgen zu sichern.“


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