Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 023/16 - 27.04.2016

Tag der Arbeit im Rhein-Erft-Kreis

DGB-Maikundgebung in Frechen

„Zeit für mehr Solidarität“ lautet das Motto zum 1. Mai 2016 des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
„Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist gefährdet. Deshalb ist es Zeit für mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, Schwachen und Starken“, sagt Siegfried Dörr, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Rhein-Erft. 

„Deutschland und Europa stehen vor großen Aufgaben. Hundertertausende sind vor Krieg und Terror zu uns geflüchtet. Sie treffen hier viel zu oft auf Hass und Menschenfeindlichkeit. Geflüchtete und bereits lange oder immer hier lebende Menschen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Integration in Arbeit und Gesellschaft kann nur gemeinsam gelingen“, so Dörr

Für die Gewerkschaften ist aber auch klar: Solidarität braucht einen handlungsfähigen Staat! Dazu gehören Investitionen in Schulen, Kitas, Verkehrswege, den Wohnungsbau sowie mehr Personal im öffentlichen Dienst, bei der Polizei, in Schulen und Kitas.

„Solidarität ist eng verknüpft mit sozialer Gerechtigkeit. Deutschland ist ein reiches Land, der Reichtum ist jedoch ungleich verteilt. Deshalb müssen starke Schultern endlich wieder mehr tragen: Durch höhere Steuern bei Spitzeneinkommen, großen Erbschaften und Kapitalerträgen. Wir brauchen eine Steuerreform, die dazu beiträgt, mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen und die Handlungsfähigkeit des Staates zu sichern“, so Siegfried Dörr.

Solidarität darf nicht am Betriebstor aufhören. Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen müssen endlich gestoppt werden: kein Lohndumping und keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. „Hundertausende Kolleginnen und Kollegen verdienen weniger und werden in den Betrieben schlechter behandelt wie die Stammbelegschaft. Hier muss der Grundsatz gelten: Gleicher Lohn für gleich Arbeit. Deshalb fordern wir ein wirksames Gesetz, das diesen Missbrauch verhindert“, erklärt der Gewerkschafter.

„Zeit für mehr Solidarität“:
Am 1. Mai lädt der DGB im Rhein-Erft-Kreis zur Maikundgebung nach Frechen ein. Die Kundgebung beginnt um 12:00 Uhr am „Klüttenbrunnen“ vor dem Rathaus mit der Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes Rhein-Erft, Siegfried Dörr. Es folgt ein Grußwort der Bürgermeisterin der Stadt Frechen, Susanne Stupp. Die Mairede hält Ernst Busch, ehemaliger Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Köln. Die Maikundgebung wird musikalisch von der Band „TSGADJE“ begleitet. Verschiedene Stände bieten die Möglichkeiten, sich zu gewerkschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen zu informieren. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Für die Kleinen gibt es ein Kinderprogramm mit Kinderschminken und Überraschungsaktionen.

Ansprechpartnerin:
Karin Bernhardt, DGB Köln-Bonn, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, 0221/ 500032-0, Karin.Bernhardt@dgb.de


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