Deutscher Gewerkschaftsbund

PM Köln stellt sich quer - 28.01.2016

Die "Kölner Botschaft" und die Zivilgesellschaft: Köln hat schon mehr zu bieten

Wir begrüßen die 'Kölner Botschaft' mit ihren vier Punkten ausdrücklich!

Die Verbrechen gegen Frauen sind auch Vergehen gegen die im Grundgesetz verankerten Grundrechte der Menschenwürde und dürfen nicht hingenommen werden. Aufklärung durch Polizei und Justiz und Transparenz der Politik sind jetzt Gebot der Stunde. Den Opfern muss schnell geholfen werden. Stadt, Verwaltung, Polizei und Sicherheitskräfte müssen alles dafür tun, dass sich solche schrecklichen Gewalttaten in Köln nie mehr ereignen.

Bund, Länder und Kommunen müssen die offensichtlichen Defizite der Integrationspolitik schnell und wirksam ausgleichen und die dafür dringend erforderlichen Gelder bereitstellen. Wir fordern einen baldigen bundesweiten Integrationsgipfel!

Wir vermissen aber auch den Aufschrei gegen pauschale Hetze gegen Flüchtlinge, Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass, gegen Selbstjustiz durch rechtsextreme Kräfte. Der Versuch von AfD, Pegida, Hooligans, Neonazis, die schrecklichen Ereignisse für ihre Spaltung der Gesellschaft zu instrumentalisieren, darf gleichfalls nicht hingenommen werden. Die Stadt- und Zivilgesellschaft müssen das Heft des Handelns wieder zurückgewinnen.

Die "Kölner Botschaft" prominenter Menschen aus der Domstadt, aus Düsseldorf und Köln haben am 22. Januar 2016 ein deutliches Signal der bürgerlichen Mitte unserer Gesellschaft ausgesendet, das auf breite Zustimmung in der Gesamtgesellschaft stößt.

Die Kölner Zivilgesellschaft  hat in den vergangenen Jahren immer wieder Zeichen gesetzt. Arsch Huh, Birlikte, Köln stellt sich quer, Köln gegen rechts oder Kein Veedel für Rassismus haben immer wieder deutlich gemacht: Köln ist bunt und vielfältig. In unserer Stadt haben Fremden- und Ausländerfeindlichkeit keinen Platz!

Zahlreiche Willkommensinitiativen, aber auch hauptamtliche Kräfte in der Verwaltung engagieren sich für eine Integration der Flüchtlinge. Hilfsbereitschaft, Mitmenschlichkeit und Aufopferung bereichern und prägen unsere Stadt.

In diesem Engagement dürfen und wollen wir nicht nachlassen – gerade jetzt, da die Rechtspopulisten und -extremisten durch die schrecklichen Ereignisse in der Silvesternacht Morgenluft wittern und glauben, das Klima in Köln, in Deutschland umdrehen zu können. Das werden wir nicht zulassen!

Köln stellt sich quer plant einen Gipfel der Zivilgesellschaft

"Köln stellt sich quer" plant für März einen Ratschlag aller Bündnisse und Initiativen mit offener Diskussion, Erfahrungsaustausch für die kommenden Monate konstruktive Beiträge leisten zu können. Zur Vorbereitung dieses Ratschlags im Februar tagt und berät das Bündnis-Plenum:

  • Für die Sicherheit von Frauen und ein klares Bekenntnis gegen sexuelle Gewalt
  • Für die Sicherheit aller Kölnerinnen und Kölner auf Straßen und Plätzen, gegen Gewalt, Übergriffe und Selbstjustiz
  • Für eine würdevolle Unterbringung und Behandlung der Flüchtlinge, gegen dauerhafte Unterbringung z.B. in Turnhallen
  • Für die unmissverständliche Zurückweisung aller rechtsextremistischen Spaltungsversuche durch die Stadtgesellschaft

Köln, 28. Januar 2016

"Köln stellt sich quer", SprecherInnenkreis
V.i.S.P. Hajo Leib

Pressekontakt. Brigitta von Bülow: 0176 22159725


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Köln stellt sich quer (2016)

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