Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 029/17 - 03.07.2017

Wechsel an der Spitze des DGB Köln

Witich Roßmann auf Vorschlag des scheidenden DGB-Vorsitzenden Andreas Kossiski als Nachfolger gewählt

Nach acht Jahren als Vorsitzender des Kölner DGB hat Andreas Kossiski am 03. Juli 2017 bei der Delegiertenversammlung der Kölner Gewerkschaften nicht erneut für den Vorsitz kandidiert. Andreas Kossiski begründete diesen Schritt mit einer zunehmenden zeitlichen Beanspruchung durch sein Landtagsmandat und neue Aufgaben in der SPD-Fraktion. "Es zeichnet sich ab, dass ich in der neuen Wahlperiode deutlich weniger Zeit für die DGB-Arbeit haben werde. Deswegen ist es nur konsequent und verantwortungsvoll, dieses Amt in andere Hände zu legen", so Andreas Kossiski. Gleichzeitig kündigte er an, seine Funktion als Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn ebenfalls zum Ende der regulären Amtszeit im Dezember aufzugeben.

In seinem Rechenschaftsbericht machte Kossiski deutlich, dass die Kölner Gewerkschaften einen Gestaltungsanspruch haben, der weit über eine reine Interessenvertretung für die eigenen Mitglieder hinausgeht. „Wenn wir uns zusammen mit dem Mieterverein bei der Umgestaltung des Deutzer Hafens für mehr bezahlbaren Wohnraum einsetzten, immer wieder auf die zunehmende soziale Spaltung in der Stadt hinweisen oder uns klar zu kommunalpolitischen Fragen wie der Struktur der Wirtschaftsförderung äußern, haben wir die Zukunft der Stadt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Blick.“

Als Nachfolger für den Vorsitz im Stadtverband Köln schlug Andreas Kossiski der Delegiertenversammlung den langjährigen Kölner IG Metall Chef, Dr. Witich Roßmann, vor: "Witich ist ein erfahrener, in der Stadtgesellschaft bekannter Gewerkschafter, der innerhalb und außerhalb der Organisation hohes Ansehen genießt und in Köln fest verankert ist", so Andreas Kossiski. Einstimmig folgten die Delegierten diesem Vorschlag.

In seiner Antrittsrede machte Witich Roßmann deutlich, dass er sich besonders für den Wirtschafts- und Industriestandort Köln, gute öffentliche Daseinsvorsorge sowie für bezahlbaren Wohnraum und bezahlbare Mobilität engagieren wird. Außerdem wendete er sich gegen die gesellschaftliche Spaltung: „Wir brauchen dringend Initiativen zur Überwindung der sozialen und kommunikativen Spaltung in der Stadtgesellschaft.“ Hierzu will er die bisherige Arbeit der Gewerkschaften gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung fortführen und die Zusammenarbeit mit Bündnissen und Netzwerken weiterentwickeln. 

Auf Vorschlag von Andreas Kossiski und Witich Roßmann sprachen sich die Delegierten außerdem dafür aus, dass Jörg Mährle im Dezember die Funktion des Regionsgeschäftsführers übernimmt. Jörg Mährle arbeitet seit Mai 2000 in verschiedenen Funktionen beim DGB in Köln. Er leitete in 2009 kommissarisch die DGB-Region und vertritt seit vier Jahren Andreas Kossiski während dessen mandatsbedingten Abwesenheit. Die endgültige Entscheidung über die Besetzung trifft der DGB NRW Anfang Dezember auf einer Landesdelegiertenkonferenz.


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