Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 030/15 - 23.04.2015

1. Mai Kundgebung in der Bundesstadt

In diesem Jahr feiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) 125 Jahre Tag der Arbeit. Aus diesem Anlass hat sich der DGB-Kreisverband etwas Besonderes einfallen lassen und bringt die Bonner Gewerkschaftsgeschichte auf den Marktplatz vor das Alte Rathaus. Eigentlich hängt die Dauerausstellung, die im Jahr 2009 überarbeitet und wiedereröffnet wurde, in den Sitzungssälen des DGB-Haus an der Endenicher Straße. „Wir haben uns überlegt, wie wir in diesem Jubiläumsjahr an unserem Feiertag die Bonner Gewerkschaftsgeschichte der Öffentlichkeit präsentieren können. Und so entstand die Idee, die Exponate eins zu eins auf Planen drucken zu lassen und sie befestigt an Bauzaunelementen, auf dem Marktplatz zu präsentieren“, sagt Bonns DGB-Chef, Ingo Degenhardt.

Seit 125 Jahren demonstrieren Gewerkschaften weltweit am 1. Mai für die Rechte von arbeitenden Menschen. Der 1. Mai wurde 1889 als »Weltfeiertag der Arbeit« auf einem internationalen Arbeiterkongress auserkoren, da an diesem Tag traditionell in den USA neue Arbeitsbedingungen ausgehandelt wurden. Ingo Degenhardt sagt dazu: „Unser Maifeiertag hat sich über die Jahre hinweg gewandelt, seine Ziele gelten aber unverändert: Es geht um Gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit.“
Degenhardt erinnert dabei an zwei aktuelle Erfolge: „Wir haben den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, die Stunde durchgesetzt, der seit dem 1. Januar gilt. 86 Prozent der Menschen in Deutschland halten die Einführung des Mindestlohns für richtig, das ergab eine repräsentative Umfrage von infratest-dimap im Auftrag des DGB. Und wir haben mit dem Rentenpaket mehr soziale Gerechtigkeit erreicht.“

Das DGB-Motto des diesjährigen 1. Mai lautet: „Die Zukunft der Arbeit gestalten wir“.

Degenhardt: „die Zukunft der Arbeit liegt nicht allein in Schlagworten, wie ‚Industrie 4.0‘. Wenn wir von der Zukunft der Arbeit sprechen, müssen wir die Arbeitsbedingungen in den Blick nehmen und uns die atypischen Beschäftigungsverhältnisse, den weiter steigenden Arbeitsdruck und die psychischen Belastungen anschauen und für Verbesserungen sorgen. Der Mensch muss im Mittelpunkt von Veränderungsprozessen stehen.“ Vier von zehn Beschäftigten in Deutschland arbeiten nicht in einem Normalarbeitsverhältnis, sondern in atypischer Beschäftigung wie Minijobs, unfreiwillige Teilzeit, Leiharbeit und Werkverträgen. „Der 1. Mai ist der Tag an dem wir den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sagen müssen, dass sie sich organisieren und gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einstehen müssen“, sagt der Gewerkschafter.

Traditionell um 11 Uhr startet der Demonstrationszug am DGB-Haus an der Endenicher Straße Richtung Marktplatz, wo um 12 Uhr die Kundgebung beginnt. Die Mairede hält in diesem Jahr der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes und Bonns DGB-Chef, Ingo Degenhardt. Neben gewerkschaftlichen Themenpavillons gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Information an Ständen aus dem gesellschaftlichen und politischen Bereich. Für die Kleinen stehen Hüpfburg und Kinderkarussell bereit.
Musikalisch begleitet die Kundgebung der Kölner Musiker Rolly Brings mit Bänd und Fründe. Ferner steht in diesem Jahr die Bonner Musikerin und Newcomerin Cynthia Nickschas and friends mit auf der DGB-Bühne.


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