Deutscher Gewerkschaftsbund

PM ver.di KBL - 11.03.2019

Bodenverkehrsdienste: ver.di in Sorge um hunderte Arbeitsplätze

Die Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH (FKB) hat am 5. März 2019 in einem internen Schreiben an die Belegschaft mitgeteilt, dass trotz großer Bemühungen in Gesprächen mit ver.di und dem Betriebsrat aus ihrer Sicht kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde. Ende März soll der Aufsichtsrat daher einschneidende Schritte zur Zukunft für den Bodenverkehrsdienst (BVD) entscheiden müssen.

ver.di hat im November 2018 mit dem FKB ein Eckpunktepapier vereinbart. In diesem war die unbefristete Übernahme von 80 befristet Beschäftigten und die Ver- handlung über die Zukunft des BVD bis Ende des I. Quartal 2019 vereinbart. ver.di hat das Ziel den BVD im Unternehmen zu halten.

Die Pläne der Geschäftsführung und des Aufsichtsratsvorsitzenden Friedrich Merz sind offensichtlich andere. „Herr Merz hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er die Ausgründung des BVD in eine Tochtergesellschaft für die beste Lösung hält. Von uns und vom Betriebsrat wurden weitgehende Zugeständnisse gemacht. Finanziell wäre für den BVD bis 2030 das Defizit damit fast ausgeglichen. Zu unserer Enttäuschung ist die Geschäftsführung nicht bereit, einen eigenen Beitrag zu leisten. Eine Garantie zum Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen wird abge- lehnt. Damit stehen nun ernsthaft Arbeitsplätze auf dem Spiel“, so der Verhandlungsführer für ver.di, Sven Kühn.

Schockiert über das Schreiben zeigt sich ebenfalls der Betriebsratsvorsitzende, Sven Christian Schwarzbach: „Andere Bereiche des FKB sind ebenso defizitär. Die Geschäftsführung entscheidet willkürlich, dass alleine der BVD bis 2030 eine schwarze Null schreiben müssen. Unserer Kolleginnen und Kollegen bangen um ihre Jobs und ihr Einkommen. Der „Kölner Weg“, der den Flughafen bundesweit einmalig in öffentlicher Hand erfolgreich gemacht hat, wird ohne Not aufgegeben, weil die Geschäftsführung und Herr Merz unbedingt eine Tochtergesellschaft gründen wollen.“

„Wir werden die Kolleginnen und Kollegen des BVD nicht im Regen stehen lassen. Gegen diese Pläne leisten wir erbitterten Widerstand. Arbeitsplatzabbau und massive Einschnitte in die Vergütung der Kolleginnen und Kollegen, machen wir nicht mit. Die Zeichen stehen auf Streik“, kündigt Sven Kühn abschließend harte Konsequenzen an.

Quelle: Ver.di


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